19 fein verteilt. Frühere Versuche, ein bauwürdiges Salzlager aufzuschüessen, haben zu keinem günstigen Ergebnis geführt. Die auf die Trias folgende Juraformation dehnt sich ober- halb Siercks über Metz und einen grossen Teil von Loth- ringen aus; Trier zunächst beginnt sie bei Echternach. In dieser Formation ist in Lothringen und Luxemburg der Reichtum an Eisenerzen (Minette) ganz beträchtlich; die Förderung derselben hat seit Einführung des Thomasschen Ent- phosphorierungsverfahrens bedeutend zugenommen; es liefert jetzt Lothringen - Luxemburg */s der Eisenerzmenge, die im ganzen Zollgebiete gewonnen wird. Man hat berechnet, dass der Erzvorrat in Lothringen allein rund 3200 Mül. Tonnen beträgt und der Abbau bei der jetzigen Förderung noch 800 Jahre dauern wird. Gute Aussichten für die Anlage des Moselkanals. Dann ist noch, wie neuere geologische Unter- suchungen ergeben, Tertiärbüdung an der Saar und Mosel vertreten, indes nur in einzelnen Resten, die aber darauf lündeuten, dass vor der Überschwemmung und Erosion das Tertiär eine grössere Verbreitung einnahm, wohl eine zu- sammenhängende Decke auf den Saar- und Moselplateaus gebildet hat. Auch an vielen Stellen auf den Hunsrück- und Eifelplateaus, sowie westlich in den luxemburgischen Ardennen findet man steüenweise ansehnliche Ablagerungen von tertiären Bildungen, bestehend aus Thon, Sand, Quarzgeröllen, Quarz- congloraerat und Blöcken von Braunkohlenquarzit von hoher Festigkeit. Da dieser der Verwitterung und Wegwaschung widerstanden hat, so trifft man ihn in unserer Nähe ziemlich häufig auf den Kalkplateaus zwischen Saar und Mosel und zwischen Trier und Trierweüer, vereinzelt auch auf der Höhe von Commlingen bei Conz. Nach dem Rheine nehmen die tertiären Ablagerungen auf den Hochflächen zu beiden Seiten der Mosel an Aus- dehnung zu, so dass sich annehmen lässt, dieselbe habe zu- nächst durch tertiäre Schichten beim Beginne ihren Lauf genommen. Noch sei erwähnt, dass sich auch vulkanischer Sand auf den Saar- und Moselplateaus findet, selbst in der Nähe von Trier auf plateauförmigen Flächen im Ehranger Walde. Am verbreitetsten ist derselbe zu beiden Seiten der Mosel und kommt auch auf dem Hunsrück, an einer Stelle sogar mehrere Meter mächtig, vor; ebenso Bimsstein in Körnern an mehreren Punkten in der Bürgermeisterei Castellaun. Dieses vulkanische Material ist zur Zeit, als die Eifler Vulkane in Thätigkeit waren, durch Luftströ- mungen so weit fortgeführt worden. Oberhalb Coblenz kommen Birassteinablagerungen zu beiden Seiten der Mosel häufig vor, auch vulkanischer Tuft in Treis, Garden und bei