17 erscheint es am Rande des alten Gebirges nahe hei dem Bahnhof Conz und in einer kleinen Partie zwischen Roscheiderhof und Karthaus. Bei niedrigem Wasserstande sieht man einen schmalen Streifen davon am rechten Ufer der Mosel bei St. Medard; es wurde in Löwenhrücken bei Brunnenanlagen auf- geschlossen, ferner bei Fundamentarbeiten für die Pfeiler der Pfalzeier Brücke; es steht an der Strasse von Ruwer nach Schweich an und auf der linken Seite der Mosel unter dem Buntsandstein zu beiden Seiten der Kyll und tritt in einem schönen Profil bei Quint am linken Moselufer hervor, setzt dann am Rande des alten Gebirges über Hetzerath, Platten ins untere Alfthal bis zum Reilerhals, in muldenförmiger Einlagerung fort. Das Oberrotliegende besteht aus Thon- stein, Conglomerat und Sandstein in ähnlicher Beschaffenheit wie an der Nahe. Dasselbe war früher in der trierschen Gegend und an der unteren Saar nicht bekannt. Die Triasforraation (Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper), die von der Saar und Mosel teilweise durchschnitten ist, umgieht den südwestlichen Vorsprung des rheinischen Schiefergebirges und dehnt sich auf der linken Seite der Mosel nach der Eifel in die sogenannte Triasbucht von Trier aus, die nordwestlich von Trier bis zum alten Gebirge der Eifel eine Breite von etwa 30—40 km einnimmt. Noch mögen hier einige Bemerkungen zugefügt werden über gewaltige Gebirgsstörungen, welche in der Triasbucht von Trier, sowie an der mittleren Saar und Mosel festgestellt worden sind. Es sind Gebirgsrisse, Verwerfungen, die meist von SW. nach NO. verlaufen; sie erscheinen in solcher Menge, namentlich nordwestl. von Trier nach der Sauer hin, dass die Schichten förmlich wie zerhackt erscheinen. Ich mache besonders auf eine Stelle aufmerksam, an der man mehrere fast parallel verlaufende Gebirgsrisse antrifft, nämlich zwischen Igel und Wasserbillig. Am auffallendsten ist hier die grosse Verwerfung, die von Winchriugen her fast bis zur Kyll verläuft. Sie ist 1 km W. von Igel leicht erkenn- bar, da hier Buntsandstein in mächtiger Ablagerung plötzlich aufhört, dann folgen gleich höhere Glieder der Triasformation, welche etwa 100 m eingesunken sind. Die Trias - Formation liefert in technischer Beziehung recht schätzbares Material, namentlich an Sandsteinen und Kalksteinen nebst Dolomit. Von geringerer Qualität sind die Gesteine aus den tiefen, mächtigen Schichten des Bunt- sandsteins (Vogesensandstein}, der an der Saar (Castel und besonders Altfels) wunderliche Felspartieen bildet, an ganz ähnliche in den Vogesen und der Pfalz erinnernd. Ein weit schätzbareres Material zu baulichen und Skulptur- Mosel- und Saarführer. 2