141 Schluß. Heute, wo ich diese zweite Auflage zuiu Drucke vorbereite, sind 18 Jahre verflossen, seitdem die vor- erwähnten Ereignisse und Begebenheiten sich in unseren Städten und deren Umgebung zugetragen haben. Wenn Saarbrücken schon vorher wegen seines bedeutenden Handels, seiner Industrie und der echt deutschen Ge- sinnung seiner Bevölkerung einen guten Klang hatte, so ist es durch die Kriegsereiguisse des Jahres 1870,71 geradezu berühmt geworden. Kein Fremder kommt her, der nicht die Erinnerungsmale aus jener großen Zeit in Augenschein nimmt, iu erster Reihe den neuen und herrlichen Rath Haussaal, den Saarbrücken der Huld unseres edlen und frommen Heldcnkaiscrs ver- dankt. Nachdem Se. Majestät der Kaiser und König unseren beideü Städten bereits gestattet hatte, die Lan- desfarben und den preußischen heraldischen Adler ihren städtischen Wappen noch hinzuzufügen, gab unser hoch- herziger Kaiser auch dem Akademicdircctor Herrn N. v. Werner zu Berlin den ehrenvollen Auftrag zur Anfertigung der historischen Gemälde, welche den ge- dachten Saal heute schmücken und bestimmt sind, das Andenken an die denkwürdigen Tage bei den Heroin blühenden Geschlechtern wach zu halten Außer den herrlichen Gemälden wurde auch das Getäfel, die Thüren und prachtvollen Goldrahmen, sowie Glas- : Malerei an den Fenstern für kaiserliche Rechnung in : Berlin gefertigt. Das größte der Gemälde: Die Ankunst des , Königs Wilhelm irr Saarbrücken am 9. August 1870 i darstellend, nimmt die Mittelwand des Saales ein. ! Rechts und links des großen Gemäldes sind die vor züglich gelungenen Portraits Ihrer Königl. Hoheiten ■ des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen ' Friedrich Karl angebracht.