138 — kleines Dejeuner einzunehmen. Unter der Leitung dc§ Hrn. C. Krause wurden während dessen von einem trefflichen ans Sängern beider Städte zusammenge- setzten Süngerchor herrliche Lieder vorgetragen. Das sind in flüchtigen, skizzenhaften Zügen die Hanptmomente einer Feier, die neben ihrer allge- meinen geschichtlichen Bedeutung gerade für unsm Städte ein ganz besonderes Interesse haben mußte iiiil ' die bei Allen, welche sie miterlebten, ein bleibendes Aii- dcnken finden wird. Wie sehr hatten sich unsere Städtk ans diesen Tag gefreut und wie ward cs von alle» Einwohnern bedauert, daß cs ihnen nicht bcschicdcii war, Seine Majestät in ihren Mauern zu schert, fm welche Gelegenheit alle Borbercitnngcn getroffen waren, dem heimkehrenden Monarchen ans seinem Triumphzugk einen würdigen Empfang zu bereiten. Aber nur eine einzige Stunde konnte der König hier ans dem Bahn- Hofe verweilen; er hat die Ruhe in der Hcimcch der er zugeeilt, wohl verdient und auch andere ticue Herzen auf seinem Wege harren auf die Freude, de» Kaiser begrüßen zu können. Gott sei mit ihni auf allen seinen Wegen! Der goldene Lorbeerkranz ist nach einer Skizzc des Herrn Maler Schex in Düsseldorf von dem Hem Gabr. Hermeling in Köln in höchst kunstsinniger Weist ausgeführt worden. Die einzelnen Theile des Kranzes, hergestellt ans 22- und 20-karäthigem Gold und Platin, sind frei ans der Hand getrieben und äußerst fein zu- sammengesetzt, so daß das Kunstwerk trotz seines an- sehnlichen Gewichtes — 3 Pfd. 6 Loth — eilten äußerst leichten Eindruck macht. Der Kranz bcsteljt ans zwei Lorbeerzweigcn mit 60 Blättern, durch welch! sich ein weißes Platinband schlingt, auf dem in schwarz emaillirter Fractnrschrift die Namen „Weißcnburg, Wörth, Saarbrücken, — Metz, Sedan und Straßburg"