— 101 — Ueber die einzelne Weihnachtsfeier hier Bericht zu geben, vermögen wir nicht und können wir uns nur auf Einzelbcitcn beschränken. In dem Privatlazareth der Frau Majorin von Rundstedt sind alle Kranken mit vielem Schonen und Nützlichen beschenkt und zahlreiche Weihnachtsbäume waren hier von liebender milder Hand angezündet worden, behängt mit den mannigfachsten und schönsten Sachen; in den Augen der so Beschenkten erglänzten helle Thränen der Rührung, Freude und inniger Dank- barkeit. Der Name d-r oben genannten Dame wird in den Herzen zahlreicher Krieger fortleben und in ihren Erinnerungen an Saarbrücken ohne allen Zweifel im Vordergrund prangen. In der Kaserne Nr. 1 (dem Lazarcth der eng- lischen Gesellschaft) brannte in jedem der zahlreichen Krankcnräume ein prachtvoller Christbaum und erhielt unter vielen anderen nützlichen und schönen Sachen auch jeder Kranke einen vollständigen neuen Anzug. In dem Lazareth auf dem „Rodenhof" waren zwei große Weihnachtsbäume angezündet und hatte sich zu der am ersten Feiertage gegen Abend stattfindenden Bcscheerung eine zahlreiche geladene Gesellschaft einge- funden, unter Andern: der Vorstand der hier befind- lichen Johanniter, die Herren Aerzte und andere Freunde und Förderer des Lazarcths. Wie Kinder freuten sich die Beschenkten der zahlreichen Gaben, als Schreibutensilien, Notizbücher, Pfeifen, Cigarren, Klei dungsstücke u. s. w. Für die in dem Lazareth befind- lichen Franzosen hatte das Christkindchen „pipes prus- siennes" (lange Pfeifen) gebracht, die sie besonders ge- wünscht hatten. Auch der Frauen und Kinder der in dem Lazareth befindlichen Landwchrmänncr war liebend gedacht worden und ist für diese Geld, warme Beklei- dungsstücke re. bcschecrt worden. Ein Franzose erbat