98 — genannten Monats werden von den diesseitigen Be- hörden Anordnungen getroffen, welche auf die baldige Uebergabe der Festung Metz schließen lassen; man sorgt dafür, daß sobald sich die Thore der Festung öffnen, der ausgehungerten Militär- und Civilbevölkeruug die erste Nahrung an Brod, Fleisch und anderen Le- bensmitteln zugeführt werde. Der auch in weiteren Kreisen rühmlichst bekannte Restaurateur Herr Fritz Walter erhält von dem Kgl. Hofmarschall-Amt ein Schreiben, worin ihm mitgetheilt wird, daß Se. Majestät der König die hochdemselbcn übersandte erste Gänseleberpastete, die von Walter in dieser Saison gefertigt ward, huldvoll angenommen worden ist und Dank für die patriotische Gabe aus- gesprochen wird. Am 26. October wüthete auch hier ein fnrchl- barer Orkan, der arge Verwüstungen an Schornsteinen und Dächern angerichtet hat. Am Nachmittag ver- kündete feierliches Glockengeläute uub Böllerschießen, daß die lange belagerte Festung Metz sich endlich er- geben mußte. Unsere beiden Städte hatten bei dieser Veranlassung festlich geflaggt. Am 29. October ist Metz von den preußischen Truppen besetzt worden. Die kriegsgefangene französische Armee wird ohne Unterbrechung theils per Bahn, theils ans dem Land- wege über Saarlouis nach allen Gegenden Deutschlands verbracht. Am Mittag des 1. Nov. trafen per Eptrazug die Marschülle Canrobert uub Leboeuf, die Generale Decaen, Ladmirault und noch Andere mit ihrer mili- tärischen Begleitung hier ein, um nach kurzem Aufent- halt weiter nach Deutschland in die Gefangenschaft zu gehen. Ein Eisenbahnzug brachte Nachmittags circa 15)00 Offiziere, die nach halbstündigem Aufenthalt den- selben Weg gingen. Am 3. trafen, wie schon früher