71 — die christliche Liebe diesen Ort geschmückt hat. Es gilt eine allgemeine Leichenfeier, für alle die hier im Kampfe gefallenen nnd für König nnd Vaterland ge- storbenen Krieger." Es solle durch den heutigen Art keiner gewiß später stattfindenden, abschließenden Todten- fcier vorgegriffen Werden, sondern für jetzt mir, dem Bedürfniß so vieler Herzen folgend, eine Licbespflicht! erfüllt werden, zu welcher ebensowohl Dankbarkeit und Patriotismus, als auch die Rücksicht für die Hinter- bliebenen der Entschlafenen die Veranlassung sind, der Todten, für deren Angehörige es ein Trost sein dürfte, zu wissen, daß bei ihrer Bestattung christlicher Sitte ihr Recht geworden ist." Im weiteren Verlauf seiner ergreifenden Rede hob Hr. Schirmer noch besonders hervor, daß gerade die Stadt Saarbrücken in vorderster Reihe Veranlassung zu dieser Fe.er habe, da ans deren Feldmark die erste und einzige Schlacht geschlagen worden sei, die aus deutschem Boden gegen den Erb- feind stattgefunden habe. Andachtsvoll lauschten die Anwesenden den Worten des Redners, mir denen er die heißen Kämpfe schilderte, den Muth und die Auf- opferung, welche das preußische und das ganze deutsche Volk in dem gegenwärtigen großen und heiligen Kriege an den Tag legen und auch das große Grab, in welchem Führer und Truppen aller Grade, ivvhl inehr als drei Hunderte zusammen, gcincinsel aftlich die letzte Ruhe gesunden haben, gebe ein sichtbares Zeugniß hierfür ab und werde kommenden Geschlechtern noch die stumme Kunde bringen von der Liebe nnd Treue des'Volkes zu König und Vaterland und den heißen und blutigen Kämpfen dieser Tage für Sicherheit, Unverletzlichkeit des Vaterlandes und das heilige Recht des deutschen Volkes. Herr Pfarrer Zickwolsf sprach alsdaikn das Schluß- gebet und die Choräle: „Wer weiß wie nahe mir mein