— 54 — ständig geschlagen, von ihren Verbindungen mit Paris abgeschnitten und gegen Metz zurückgeworfen worden. Wilhelm." Ein anderes Telegramm meldete, daß am 19., Vormittags 7 Uhr, die Beschießung von Straß- burg vom diesseitigen Ufer bei Kehl begonnen habe und nach kurzer Unterbrechung um 2 Uhr wieder auf- genommen worden sei. In Kehl hat das Feuer der Franzosen nicht unerheblichen Schaden angerichtet. Große Züge Verwundeter aus den Kämpfen bei Metz kommen an, namentlich der Cavalleric jeder Gat- tung angehörend, darunter sehr viele Offiziere. Sie boten ein schauerlich-lebendiges Bild des Krieges: ver- bundene Köpfe, zerfetzte Arme in Schlingen und blut- bespritzte Uniformen zeugten von der Wuth, mit welcher die Kampfe geführt worden. Einen widerlichen Anblick bot ein Angehöriger der grande nation, der gefesselt mitgeführt wurde, eine wahre Rüubergestalt in der Tracht lothringischer Bau- ern ; das Scheusal machte sich ein Geschäft daraus, tue auf dem Schlachtfeld verwundeten Preußen zu er- morden. Allgeincin fragte man sich, warum man mit einem solchen Auswurf der Menschheit auch noch lange Umstände mache. Gefangene Franzosen werden in großen Massen dnrchgebracht, darunter Generale und Stabsoffiziere der verschiedensten Corps. Der Verlust der Franzosen in den Gefechten vom 14., 16. und 18. August betrug allein an 20,000, mit Gefangenen und Verwundeten keinesfalls unter 50,000 Mann. Unsere Artillerie hotte sich in dieser Schlacht voll- ständig ausgeschossen und am 21. August schon kam eine Eolonnc Garde-Landwehr Artillerie hier an, um frische Munition zn fassen und sich sofort auf den Kriegsschauplatz zurück zn begeben.