53 — t Theilen des Vaterlandes eintrafen, können nicht genug ge- ) lobt werden; die angesehensten Bürger, Studenten, : Turner u. s. w. verrichten ohne Ostentation ihr trau- ! riges Geschäft, dem sie sich opferwillig und muthig freiwillig widmeten; man sieht, daß Sorgfalt und Menschenliebe jede ihrer Verrichtungen leitet. Alle Lebensmittel gehen erschrecklich in die Höhe und das Nothwendigste ist oft um keinen Preis zn erhalten. Die Noth ist groß, doch ist es herzerhebend zu sehen und zu hören, mit welcher Bereitwilligkeit der bedrängten Stadt von allen Seiten Zufuhren au Lebensmitteln zugehen. Von Elberfeld, Frankfurt, Cöln, Düsseldorf, Trier, Essen, Siegen und vielen anderen Städten kommen zahlreiche Waggonladungen für die Verwundeten und Nothleidenden an. Auch die Deut- schen im fernsten Auslande zeigen an, daß Hülfe von ihrer Seite unterwegs sei. Aus Holland traf am 18. ein auf's Beste und Praktischste eingerichtetes Feldlazareth hier ein und hat zugleich eine Anzahl männliche und weibliche Bedie- nung mitgebracht. Es war in dem Hof der Kaserne Nr. 2 aufgeschlagen und ein wahres Muster von Ord- nung, Zweckmäßigkeit und Reinlichkeit. Zeitungen bringen die Nachricht, daß der Füsilier Krause vom 40. Regiment, welcher hier bei einem Vor- postengefecht die Todtenliste der franz. Armee mit dem ersten Namen versah, bei dein Sturm auf die Spich erer Höhen gefallen ist. Saarbrücken und St. Johann waren am 19. August in freudigster Aufregung. Ein offizielles Tele gramm an Ihre Majestät die Königin wird veröffent licht: „Bivouac bei Rezonville, 18. August, Abends 9 Uhr. Die französische Armee in sehr starker Stel- lung westlich von Metz ist heute unter Meiner Füh- rung angegriffen und in neunstündiger Schlacht voll-