— 51 „An Frankreich kommt kein Zoll breit deutscher Erde!" Hier hast das Wort, o König, Dn gesprochen Und, wo Frankreich hat die Treu gebrochen, Willst Dn, daß nun Dein Wort zur Wahrheit werde! Richt frevelnd griffst Dn zn dem dentschen Schwerte; Es war des übermüth'gen Feindes Pochen, Das Dich bewogen, als vor wen'gen Wochen Er sich genaht dem freien dentschen Herde! Gott schütze Dich, Gott wolle Dich geleiten Im heil'gen Kampfe für die deutsche Ehre Und dem zertrel'nen Recht den Sieg bereiten! Er sei mit Dir und Deinem tapfern Heere, Um dessen sieggewohnten Oriflammen Die Deutschen alle einig steh'« zusammen! Am Morgen des 10. August besuchte Se. Majc- stät das Schlachtfeld und das zahlreiche Publikum cm- pfiug deu Ober-Befehlshaber der deutschen Heere mit begeistertem Jubelruf. Am 11. August verlegte Sc. Mas. sein Hauptquartier nach St. Avold. Vor seiner Abreise stattete der König den Verwundeten in den Lazarcthen so wie auch der Frau v. Strautz, bei welcher gleichfalls viele in Pflege sich befanden, einen Besuch ab. Im Augenblick der Verlegung des Hauptquartiers auf französischen Boden, ist daselbst eine Proclama- tiou in französischer Sprache veröffentlicht worden, die in der Uebersetzung ungefähr also lautet: „Wir Wilhelm, König von Preußen, thun den Bewohnern der von deu deutschen Armeen occupirten französischen Landestheile kund und zu wissen: Nachdem der Kaiser Napoleon die deutsche Na- tion, welche wünscht, mit dem französischen Volke in Frieden zu leben, zu Land und zu Wasser angegriffen hat, habe ich den Befehl über die deutschen Armeen übernommen, um deu Angriff zurückzuweisen, und habe