guten Schoppen im „Nähkörbchen" zu St. Johann geleert hatte, kamen nach und nach wieder einige Noth- Hosen zum Vorschein, begrüßt von dem Hohngelächter unserer Gassenjugend/ in welches sie selbst einzustimmen nicht nnterlafsen konnten. So hatten wir den Feind in unsern Mauern bis gegen Abend des 5. August, nachdem er in den drei vorhergehenden Nächten den Bahnhof und andere Ge- bäudc in St. Johann mit Granaten beschossen und eine grenzenlose Verwüstung angerichtet hatte. Weiter unten werden wir auf diesen Gegenstand zurück- kommen. Am 5. August iin Laufe des Nachmittags gingen dunkle Gerüchte voll dem Siege des Kronprinzen von Preußen bei Weißenbnrg ilnd wie strahlten die Blicke der Saarbrücker, lvie innig drückten Alle sich die Hände, als folgende Depesche zur Veröffentlichung kam: Offizielles Telegramm: N i e d c r o t t e r b a ch , 4. August. Donnerstag, Nachmittags i> Uhr. Glänzender aber blutiger Sieg der krvnprinzlichcu Armee unter den Angen des Kron- prinzeil voll Preußen bei Erstürmung Weißenburgs und des dahinter liegenden Geißberges durch die 5. und lì. preußische Division nild das 2. bayerische Armee eorps. Die französische Division Douay vom Corps Mac Mahon unter Zurücklassung ihres Zeltlagers in Auflösung zurückgeworfen. General Donay todt. Ueber 400 ttnverwnndete Gefangene, darunter viele Tnrcos, ein Geschütz erobert. Unsererseits General Kirchbach leichten Streifschuß erhalten. Königs-Grenadiere und 50. Regiment starke Verluste. Jedermann athmete leichter ilnd dies um so mehr, als man auch bei dem Feinde hier ganz absonderliche Wahrnehmungen machen konnte. Die sich in unseren Straßen ititi) Wirthshäusern herumtreibenden Franzosen