— 24 — Die Iranzoserr erscheinen in Saarbrücken. In der Nacht vom 1. auf den 2. August war nichts Besonderes vorgekommen und man gab sich der Hoffnung hin, daß die Franzosen, wie sic cs bisher immer gethan hatten, bei dem Anrücken der gefürchteten Schützen des 40. Regiments sich zurückziehen würden. Gegen Morgen meldete ein Ulan des 7. Ulanen- Rcgimcnts, dessen Czapka von einer französischen Kugel durchbohrt war, daß die Franzosen sich in größeren Abtheilungen in dem St. Arnualer StiftSwalde zeigten, und wurde sogleich der größte Theil der 6. Coinp. unter Hauptmann Grundner gegen das St. Arnualer Forsthaus hindetachirt, um die Herren bei etwa wie- derholendem Besuche dieses Forsthauses würdig zu empfangen. In der Nacht waren 2 preußische Geschütze an- gekommen und fuhren unter dem Iitbct der Bevölke- rung durch die Stadt. Auf dem Rastpfuhl, in einer Mulde vor dem Walde, lagen das 1. und 3. Bataillon des 40. Füsilier-Regimentes im Bivouac, und strömten Biele von Saarbrücken und St. Johann dorthin, um Freunde und Verwandle zu sehen, und den Soldaten Erfrischungen aller Art zu bringen. Gegen IO klhr wird das Gewehrseuer in dem Thäte von St Arnual nach der goldenen Bremm lebendiger; es wird gemeldet, daß große Abtheilungen Franzosen aus dem Walde hervorbrechen; die dispo- niblen Mannschaften des 2. Bataillons rücken aus; das Gewehrfeuer wird heftiger und kommt der Stadt immer näher. Oberst-Lieutenant v. Pestel hält mit Offizieren. nitb Soldaten au dem Eingang der neuen Brücke auf der linken Saarseite, die Ulanen werden zurückgezogen und reiten in scharfem Trabe auf der Chaussee unterhalb St. Johann ab.