— 16 — lichcs Feuer unterhielt. Die dritte der Neeognos- cirungs-Patronillcn bewegte sich von der Eisenbahn- brücke nach dem „Drahtzug" gegen Stieriugen zu und folgte theils dem Schienengclcise, theils dem Land- pfade. In den Gebäulichkeiten des „Drahtzugcs", die sich schon öfter französischen Besuches zu erfreuen hatten, fand sich kein Feind vor und die Patrouille ging hier- auf nach dem Walde, ohne irgend etwas Verdächtiges zn bemerken. Doch kaum war sie in eine Lichtung an- gekommen, bekommt sic von der Front her und im Rücken heftiges Gewehrfeuer; vermuthlich hatten sich die Franzosen in dem dichten Gehölze versteckt oder es war ihnen das Herannahen der Preußen verrathen worden. Die unter dem Commaudo mehrerer Ossi- j ziere stehenden Franzosen erhoben beim Anblick der Preußen ein wüstes Geschrei und gaben ihr Feuer au' eine Entfernung von kaum 50 Schritten ab. Trotz dieser Nähe hatten die Preußen keine Verluste; die Fcindeskugeln gingen meistens zn hoch und nur drei ! Mann erhielten Streifschüsse. Von den Franzosen sind einige gefallen, doch war wegen des an diesem Morgen sehr starken Nebels nichts Genaueres festzustellen. Unsere Patrouille zog sich schließlich vom Feinde nn- ’ belästigt auf die Feldwache zurück. Die Deschietznng dev ans dev Südseite des Gvevzievplatrcs gelegenen „Dellevire". Es war am 28. Juli, Nachmittags gegen 3 Uhr, als unter heftigem Donnern und Blitzen und strömendem Regen ein schweres Gewitter über unsere Stadt zog, da plötzlich war zwischen dem Gewittergrollen deutlicher Kanonendonner zn vernehmen und bald zeigten denn auch zahlreiche von dem Hügelplatcau des Exerzier- ! Platzes herabcilcnde Personen nur zn deutlich, daß sich das Ohr nicht getäuscht hatte. Von der Spichcrcr Höhe herab hatten sich die Franzosen das Vergnügen