— 10 — wurden die Rvthhosen würdig empfangen und sie mußten sich unverrichteter Sache wieder zurückziehen. Gegen 7 Uhr desselben Tages wollten die Frau zoseu, welche Gerswciler stark besetzt hatten, sich der Eisenbahnbrücke am Schanzenberg bemächtigen, vermuth, lich in der Absicht, dadurch die Eisenbahnverbindung zwischen hier und Saarlouis rc. mit Nachhalt unter- brechen zu können. Eine Abtheilung der tapferen Füsiliere vom 40. Regiment ging dem Feind entgegen, der sich auch bald nach einem lebhaften Kugelregen in seine früheren Stellungen zurückzog. Ob's bei dieser Affaire Verluste setzte, konnte nicht ermittelt werden, leider aber hatte ein Privatmann aus Burbach, Col- porteur Ackermann, dabei das Leben eingebüßt. Wäh- rend des Gefechtes war das Bnrbachcr Hüttenwerk genöthigt, momentan seine Arbeiten einzustellen; ein Arbeiter trug eine nicht unerhebliche Kopfwunde davon. Am 24. Juli gingen die Franzosen abermals gegen Wehrden vor, zogen sich aber ohne Kampf zurück, als sie die Brücke wohlbesetzt sahen. All diese Borpostenknallereien konnten jedoch unsere Einwohner nicht abhalten, täglich hinaus auf den Ep ercierplatz (Bellevue) zu gehen, woselbst eine Ulanen- Vorposteuwache lagerte; auch eine Abtheilung 40er hielt nicht weit davon (in dem Thaleinschnitt gegenüber der Bellevue) Wache ; von beiden Punkten wurden die Patrouillen ansgesandt. Mit dem bloßen Auge konnte man von hier aus die Franzosen deutlich sehen und Hunderte von Civil- personen bewegten sich täglich auf dem Cavallerie- Exercierplatz, um mit Ferngläsern das Zeltlager zu sehen, das der Feind unfern der Goldenen Brennn aufgeschlagen hatte, sowie das beständige Patrouilliren der Chasseurs d’Afrique links von der Chaussee am Spichercr Berge. Daß dieses Vergnügen nicht immer