6. Systematik. 69 6. Systematik. Daß alle Natursystematik, das dritte Surrogat für das ordnungsmomstische Ideal, unserer Lehre vom bloß haben- den Ich nicht widerstreitet, braucht wohl nur angedeutet zu werden: Alle Naturklassenbegriffe, einschließlich aller sich auf Kausalität beziehenden Klassenbegriffe, lassen sich zu einem stufenartigen Bau nach dem Grade ihrer logischen „Allgemeinheit“ anordnen; am bekanntesten in diesem Sinne ist das „System“ der Tiere und Pflanzen; aber auch Vorgänge und Kausalitätsformen lassen Systeme zu. Daß da überall reine Bedeutungshaftigkeiten schlicht gehabt werden, ist klar ersichtlich. V. Das Seelenhafte. Der Wissenserwerb. Wir haben aus einem ganz bestimmten Grunde dem wichtigen Abschnitt unserer Untersuchung, mit dem wir jetzt beginnen, eine doppelte Überschrift gegeben. Um das Seelen- hafte in seiner Allgemeinheit, um „theoretische Psychologie“, soll es sich nämlich nicht, oder doch nur ganz im Vorüber- gehen handeln. Daß Ich meine Seele als Begriff von beson- derer Ordnungsbedeutung schaue, haben wir ja schon gezeigt; ebenso, daß ich von Vermögen, Tätigkeiten, Zuständen meiner Seele sinnvoll reden darf, ohne daß ich tätig wäre. Wenigstens in einer für uns genügenden Weise haben wir gesagt, was hier zu sagen war. Aber den eigentlichen Prüfstein für die Eichtigkeit unserer Lehre vom schlicht habenden Ich bildet nun ein ganz besonderer Abschnitt aus der Lehre vom Seelen- haften, und zwar derjenige Abschnitt derselben, welcher sich auf mein Haben der sogenannten „empirischen“ Ordnungsbedeutungen bezieht.