III. Naturordnungslehre und Seelenordnungslehre. 36 Gewisse bestimmte Inhalte im Rahmen des Etwas, des unmittelbar Gegenständlichen, welches ich bewußt habe, sind zwar wie überhaupt alle Etwas-Inhalte, schlicht gehabt, also, wenn man so will, im Jetzt'), strenger gesprochen zeitlos, gehabt, aber sie tragen an sich eine seltsame „unanschau- liche“ Tönung, ein gewisses unanschauliches Zeichen, den Zeichen der Ordnungs-Endgültigkeit oder der Erledigung seinem Wesen nach vergleichbar. Dieses unanschauliche Zeichen aber, welches sie tragen, bedeutet damals. Nur in Form eines Damals-Zeichens am Etwas wird „Zeit“ un- mittelbar erlebt. Ein jetzt oder, besser, zeitlos erlebter In- halt mit einem Damals-Zeichen daran ist eben deshalb ein sogenanntes Erinnerungserlebnis. Es besitzen nun weiter alle Damals-Zeichen im Sinne eines früher oder später, (nämlich früher oder später als etwas anderes), geradezu eine jeweils ureigene Besonderheit und damit eine ganz spezifische Beziehung, eben „zeitlicher“ Art, zueinander. Ich erinnere mich z. B. daran, wie ich im Jahre 1912 den Kölner Dom sah; dieser „jetzige“, oder, besser, zeitfreie Erlebnisinhalt bat einen ureigenen festen dai*als- Ton an sich und mit ihm eine spezifische Beziehung zu an- deren spezifisch damals-getönten Erlebnissen anderer oder auch gleicher Inbaltlichkeit, z. B. aucn zu meinem früheren Erblicken des Kölner Doms im Jahre 1909. So ordnen sich die DamaZs-Punkte zu einer „eindimensionalen“ Reihe nach Maßgabe der Beziehung früher-später. Ehe wir hier in ge- J) Der Ausdruck Jetzt ist ungenau, denn gar nicht« „Zeitliches“ spielt im Ich habe Etwas eine Rolle, auch das Jetzt nichtl Erst sekundär, wenn ich die Bedeutung stetiger Zeilverlauf geschaut habe, darf ich den Zeitpunkt des unmittelbaren Habens Jetzt nennen. Auch kann erst dann die Frage auftreten, ob das Jetzt des Habens ein „Punkt“ oder eine kleine „Strecke“ sei, eine Frage, welche ich meine zugunsten des „Punktes“ oder, besser, des auf Zeit bezüglichen Differentiales entscheiden zu müssen.