7. Kein „Sein“ der unmittelbaren Gegenstände. 31 nur, insofern sie ich-gehabt — (nicht etwa „von Subjekten gehabt!“) —sind, obschon, wie gesagt, die reine Bedeutungs- lehre nur auf die Gegenstände ihrem Sosein nach und nicht auf ihr Ich-gehabt-sein ausdrücklich Rücksicht nimmt, (es sei denn in den phänomenologischen Vorbereitungen zur eigent- lichen Psychologie). Zu sagen, daß unmittelbare Gegenstände eine besondere Form des „Seins“ besäßen, ist daher zum mindesten gänzlich überflüssig für den Anfang der Philosophie, und zwar sogar da, wo es sich um mathematische Ordnungsbedeutungen handelt. Ja, nicht nur überflüssig, sondern geradezu schäd- lich ist aller „Platonismus“ für den Anfang der Philosophie. Im besten Falle ist er allzufrühe metaphysische Hypothese; ist er das nicht, so ist er ein Wort ohne klaren Sinn. Wie es aber kommt, daß bei Manchen der Anschein erweckt wurde, als „gäbe“ es eben doch sogenannte „ideale Gegenstände “wie„ A ist nicht nicht-A“ oder die Zahl 12 oder die Ellipse, als „gäbe“ es sie im Sinne einer besonderen Form des „Seins“ und als könne ich sie in ihrem Sein unter- suchen, wie ich etwa ein Tier oder einen Stein untersuche, das ist leicht ersichtlich: Wir haben bisher nur von Zeichen der Endgültigkeit mit Bezug auf die Ordnung des Etwas geredet. Im Rahmen dieser Endgültigkeitszeichen schaue ich, nun als eine besondere Gruppe die Zeichen der Erledigung, des Wissens um ein schon Bekanntsein. Ich weiß, wenn ich ein besonderes fragen der Wahrnehmungslehre, 1918) völlig einig (vgl. bei ihm S. 42, 52, 62, 113 ff. u. e.); aber die Ich-gehablheit aller Gegenstände kommt zu kurz bei ihm, obwohl er sie gelegentlich sieht (z. B. S. 7, 40, 124). Übrigens sind im Rahmen des schlichten Ich-Habens sicherlich alle Gegenstände „intentional“, auch Gefühle, bei denen allerdings das Nichtbeachten der Ich.Gehabtheit schwerer gelingt als etwa bei Zahlen oder Figuren. — Von „anderen“ Subjekten redet Linke meines Er- achtens nicht vorsichtig genug (s. S. 114, 158.)