6 I. Einleitung. Ausgang des Philosophierens verwendet, wohl dieses sagen: Man stellt in den allerersten Ausgang, in die wahre dQxtf aller Philosophie, Begriffe, welche erst im Verlaufe der philosophischen Arbeit sinnvoll verwendet werden können, welche nämlich zur Behandlung philosophischer Sonderpro- bleme dienen, zur Behandlung von Sonderproblemen echt psychologischer oder metaphysischer Art. Von „Synthesis“ als von einer Tätigkeit zu reden, das mag psychologisch einen Sinn haben, das mag im Sinne theoretischer Seelen- lehre „erklären“, wo dann freilich das „Etwas“, welches tut, bestimmt werden müßte; und von einem „Bewußtsein über- haupt“, von „Allgemeingültigkeit“, von einem „Gegenstand der Erkenntnis“, wenn es auch nur ein „Sinn“ sei, dessen ich mich sozusagen bemächtigen „solle“ (Rickert), zu reden, das mag auch später vielleicht, in der Metaphysik, einen Sinn bekommen. Aber Synthesis als Tunerlebnis an allem Anfang einfach hinsetzen oder „Jedermann“ in seinem Anteil- haben am „Bewußtsein überhaupt“ oder anderes ähnliche, wie den Begriff „Ailgemeingültigkeit“ — das geht nicht an, wenigstens dann nicht, wenn wahrhaft „kritische“ Philosophie das Ziel ist. Das alles ist, je nachdem, allzufrühe Psy- chologie oder Metaphysik, mag auch das „Metaphysische“ nur darin bestehen, daß überhaupt irgendetwas als „seiend“ hingesetzt wird, und mag auch dichterische Metaphysik im engeren Sinne noch gar nicht in Frage kommen. 3. Die Kantischen Schulen. Wir haben wiederholt von der philosophischen „Schule* geredet und meinen damit die Gesamtheit der an Kant orientierten Denker. Die Gerechtigkeit erfordert jetzt, den Begriff der „Schule“ kurz zu gliedern. Da ergeben sich denn, wenn wir die Lehren Kants selbst und der verschiedenen „Kantianer* auf ihre Stellung zu den Begriffen Denken und Ich, also zu den eigentlichen Gegenständen unserer Unter- suchung, betrachten, die folgonden Unterschiede der Lehrmeinungen;