Grad der Ausbildung dazu, urn sogar in den schein- bar rein akademischen Systemen der Philosophie die in ihnen enthaltene Fülle der Wirklichkeit und den Keichtum der Beziehungen zu gewahren, durch den sie mit dem äußeren Sein der Natur oder mit der in- neren Geschichte der Seele und mit der Seele der Ge- schichte verbunden sind. Nicht selten besitzen ge- rade diejenigen philosophischen Leistungen, die auf ihre Nähe zum Leben pochen, sehr wenige wirkliche Beziehungen zu ihm. Das für sie charakteristische laute Reden über ihre Vertrautheit mit der Wirklich- keit, über ihre Verwurzelung in den Tatsachen, in dem Geschehen einer Zeit, in dem Wollen einer Ge- neration, in den Sorgen und Nöten des Lebens, in den Bedürfnissen einer gerade gegenwärtigen Entwick- lungsstufe usw. tut es nicht. Oft ist ein solches Reden nichts anderes als der Niederschlag einer propagan- distischen Deklamation oder einer Ahnungslosigkeit inbezug auf das wirkliche Wesen der Philosophie. Es gibt kein System der Philosophie, das nicht mittelbar oder unmittelbar, durch ein starkes Erleb- nis, durch eine Wissenschaft oder durch einen großen aufnahmefähigen Verstand in seiner Gesamtheit oder durch tausend, nicht immer leicht aufspürbare Ein- zelfäden mit der Wirklichkeit bzw. mit einem mehr oder minder bedeutsamen Ausschnitt aus ihr in Ver- bindung stünde. Doch gerade aus dieser vielfältigen Beziehung zur Wirklichkeit ergibt sich für die Philosophie die Not- wendigkeit einer konstruktiven Regelung und Ord- nung des Gegebenen. Diese Konstruktion ist nicht 198