triebes, um mit Schiller zu sprechen. Doch ebenso zweifellos entsteht hei der ausschließlich realisti- schen Achtsamkeit auf die Erscheinungen, wie das hei jeder Fron der Fall ist, die Gefahr einer Veren- gung und Kettung des Geistes durch die Gegebenhei- ten. Gerade weil ihr Reichtum so groß ist und der Schönheiten dieses Reichtums so viele sind, weil der Dienst an ihnen neue Wunder und neue Reize ent- decken läßt, gerät der Geist mit seinen formenden Kräften und mit seiner Verpflichtung zur Formung des Gegebenen in oder unter einen Druck. Seine Selbständigkeit und sein Recht zu freier Entfaltung kommen in Bedrängnis. Die Freude an dem Gewinn neuer Realitäten überströmt oder unterdrückt die Freude an der Entwicklung der Formarbeit. Der Sachtrieb (Schiller) wird stärker als der Formtrieb, und was der Mensch in einer Hinsicht gewinnt, das büßt er in anderer Hinsicht wieder ein. Nach drei Richtungen wollen wir diese Nachteile, die in bestimmten Bindungen bestehen, in aller Kürze verfolgen. n) Die Bindung an das Lehen. Diejenigen Menschen, die sich den gegebenen Um- ständen anpassen und mit den Tatsachen zu rechnen verstehen, stellen sicher einen wichtigen Typus dar. Jeder von uns kennt solche Menschen und weiß, wie ihre Klugheit, wie ihr „praktischer Verstand“ ihnen zum Vorteil gereicht. Aber sie rufen doch auch sehr gewichtige Bedenken gegen sich wach. Ihre jeweilige 152