halb wirkender Faktorenkomplex schon irgendwie in naturgesetp licher Verbindung ständen“ (S. 74). Eine verzweifelt um die Rettung einer Möglichkeit des Medianismus ringende Sprache! Entkleiden wir den Satj dieser Verhüllung, so würde auf den ersten Bliek der Gedanke an dem oben zitierten Drieschs erinnern, daß allerdings eine „Maschinentheorie des Lebens“ audi vitalistisch annehmbar wäre, nur daß eben nidit vergessen werden dürfe, daß auch eine Maschine einen „Maschinentreiber*’, Ingenieur und Konstrukteur fordere, — und daß dann trotjdem nodi eine entscheidende Wesens- kluft zwischen physikalisch-diemisdien und organisdien Systemen be- stehe, ja daß schließlich die Erfahrung bestehe, daß ein Organis- mus doch kein Medianismus sei. Rhumbler will die Zielstrebig- keit in eine Erstanordnung der Urzeugung verlegen, doch sdieinen seine letzten Worte audi die Türe zu einer entelechialen Beeinflus- sung bei der Urzeugung des organischen Stoffes offen zu lassen. Grundsätjlich ist gegen seinen Rettungsversudi des Mechanismus klar und rückhaltlos zu sagen: 1. Das von uns oben mit (!) gekenn- zeichnete „denknotwendig“ wäre logisdi ganz unzulässig, wenn es in dem Zusammenhang „Dem Medianisten scheint es notwendig . . .“ nicht bedeuten würde: „falls idi mich auf den — nicht denknot- wendigen — mechanistischen Standpunkt stelle, folgt als denknot- wendig . . .“ Aber selbst diese Folgerung ist wohl nicht denknotieen- dig, sondern nur denkwillkommen, naheliegend. Immerhin ist es bemerkenswert, daß Rhumbler als Medianist annehmen zu müssen glaubt, daß doch wenigstens mit der „ersten organischen Stoffkom- posision bei der Urzeugung“ zielstrebige Faktoren „irgendwie“ in „naturgesetjlicher“ Verbindung stehen. Was aber hieße eine solche Reduktion auf die Urzeugung? Sie könnte entweder heißen: mit der „ersten organischen Stoffkomposition“, die allerdings nur zielstrebig, also teleologisch, sei es durch „entelediiale Faktoren“, sei es durdi göttliche Schöpfung zu verstehen wäre, ist eine Anordnung gegeben, auf Grund deren nach den uns bekannten oder nadi uns nodi un- bekannten, vielleicht nur bei dieser Anordnung in Kraft tretenden, jedenfalls aber nun rein kausalen Naturgesetjen die Entwicklung der Organismen und zu den Organismen sich vollzieht. Oder sie könnte heißen: zu dieser Stoffkomposition gehören besondere Naturgesetje, und mit jeder hieraus sich ergebenden Neuordnung treten wieder entsprechende besondere Geseke in Kraft. Auf diese zweite Deu- tung, die wir bereits einen reduzierten Vitalismus nennen würden, werden wir hei Erörterung der „Feinstruktur“ des Vitalismus noch zurückkommen. Nur die erste Deutung also könnte man einen (redu- zierten) Mechanismus heißen. Sie würde, um es zu wiederholen, aus- sagen: Bei einer gewissen Stoffkomposition, die allerdings nicht von 76