A. Analytischer Teil. 25 eines Gegenstands eine erste gesetzmäßige Grundlage ge- geben. Sie enthalten das zureichende logische Fundament für den Gegenstand als Größe, und dies Fundament reicht aus für grenzenlos verschiedene Setzungen von Größen, unter denen auch wieder Beziehungen denkbar und, sofern sie in einer Erkenntnis zusammenbestehen sollen, zu denken notwendig sind. Aber eben darum bedarf es noch eines ferneren Verfahrens, solche Beziehungen einem Gesetze zu unterwerfen. Dieses Verfahren wird beruhen müssen nicht auf einer einfachen Synthesis eines Mannigfaltigen (diese ist in dem Doppelverfahren der Quantität und Qualität er- schöpft), sondern auf einer Synthesis von Synthesen. Dies ist es, was Kant als das Verfahren der Relation bezeichnet. Es besteht in der Tat in einem System von Glied zu Glied fortwirkender Beziehungen (Relationen), in welchen eine Synthese eine andere bestimmt. Seine Leistung ist: Ordnung des Einen nach dem Andern, wodurch ein System der Ordnung, d. i. eine Gesamtordnung entsteht; Ordnungs- bestimmung also nicht für die Glieder einer Reihe allein (dies leistet schon das verbundene Verfahren der Quantität und Qualität), sondern für Reihen von Reihen je in den korrespondierenden Gliedern, und schließlich für ein Reihensystem. § 19. Die Stufen der Relation. Auch dieses Denkverfahren gliedert sich in drei Stufen entsprechend denen der Quantität und Qualität. Das erste Erfordernis zu der verlangten Reihenord- nung ist eine feste Maßreihe, als Grundlage der ganzen Reihenordnung. Wie das erste Erfordernis in der Quan- tität die Einheit als quantitative Grundsetzung und damit als Maß (d. h. Bestimmungsmittel) der Vielheit, in der Qualität die Identität als qualitative Grundsetzung und damit als Vergleichsgrundlage der qualitativen Mannigfaltig- keit, so ist das erste Erfordernis der Ordnungssynthese eine Grundreihe, die für alle verlangten Ordnungen als gemeinsames, eines und selbiges, gleichförmiges und stetiges Maß diene; die Aufstellung eines identischen Stellensystems oder einer Skala, in welche der Verlauf einer jeden der verglichenen Veränderungen sich gleichsam eintrage. Es