in sich aufzunehmen, dieser Begriff plötzlich wie eine unerklärliche Naturerscheinung mitten in einem unwissenden Volksstamm auf tauchte, dass dem menschlichen Geist ein unerwarteter Beistand zuteil wurde, als er sich später bis zur Einheit er- hob, sich aber ausserstande sah, diesen abstrakten Gedanken zu einer beseelten Lehre umzugestalten. Das ändert nichts an unserer Behauptung. Das Be- streben war vorhanden, und die zusätzliche Hilfe wirkte sich bloss diesem Bestreben entsprechend aus. Wir sagen schliesslich, dass sich die Geistlichkeit ständig bemüht, dieses Vorwärtsschreiten aufzu- halten oder zu verlangsamen. In der Tat wehrt sich der Gaukler des Fetischdienstes gegen die Vielgöt- terei, weil sie den Göttern menschliches Gesicht ver- leiht, die hässlichen Fetische zerbricht und die Macht vernichtet, welche die Priester durch Zauberei und Beschwörung ausüben. Als Erben oder Vertreter des gröbsten Glaubens bewahren die Priester von Dodona die Sitten, die Gewohnheiten und die Vergöttlichung der Gaukler, sie verharren bei den Ehrenbezeigungen, welche sie den göttlichen Tauben und weissagenden Eichen erweisen, und bezeichnen die Religion Homers als Neuerung und Gotteslästerung. Ohne Zweifel hat man der Menschheit im Namen der Religion viel Leid zugefügt. Die Ketzerverbren- nungen ersetzten die Menschenopfer; ein neues Alleinrecht, das alle Kenntnisse und alle Arten des Unterrichts erfasste, warf die Völker auf mehrere Jahrhunderte in die Unwissenheit zurück. Aber was soll man daraus schliessen? Folgendes: 128