124 Tod. Verfasst ist die Chronik bald nach 1272; die Wahlgeschichte Wil¬ helms ist sehr zu Gunsten desselben dargestellt. Vgl. J. Gelhorn, die Chronik Emos und Mencos топ Floridus hortus, Gött. Diss. 1872, gedr. in Danzig. 7. Matlhaei Parisiensis chronica majora, hsgg. v. Luard in den rer. Britann. med. ает. scriptores; für Wilhelm kommt nur Tom. IV (1877) und V (1880) in Betracht. Die Berichte, welche er uns über Wilhelms Regierung überliefert hat, erweisen sich, soweit wir sie durch andere prüfen können, immer als ungenau. Diese Ungenauigkeit, welche auf Unkenntnis zurückzuführen ist, sucht er durch schöne Worte, Wort¬ spiele1) u. dgl. zu verbergen. Er ist daher für die Geschichte König Wilhelms, wenn auch nicht unentbehrlich — denn er ist Zeitgenosse —, so doch nicht so hoch zu schätzen, wie er für die Geschichte der Stau¬ fen, oder gar die englische Geschichte selbst wirklich wertvoll ist. 3. Spätere Annalen und Geschichtsschreiber. 8. Melis Stoke, hsgg. u. a. v. C. van Alkerrade, Leyden 1G99; den für die deutsche Geschichte (unter König Wilhelm) wichtigen Teil hat hsgg. Böhmer, Fontes rer. Germ. II, 416 ff. Stoke schrieb wohl schon unter Wilhelms Sohn, Graf Florentius V.; er berichtet besonders die Kämpfe mit Flandern; als Holländer stellt er die Ereignisse sehr zu Gunsten des Königs dar, und seine Angaben sind daher nur mit Vor¬ sicht zu benutzen. 9. Annales Wormatienses, M. G. SS. XVII, 51. 52—59, 36, sind wie Hermann von Altaich besonders wegen ihrer ausführlichen Nach¬ richten über den rheinischen Bund wichtig. 10. Johannis de Века chronicon, hsgg. v. Buchelius, Utrecht 1643, und aus diesem der Teil, welcher über König Wilhelm handelt, von Böhmer, Font. rer. Germ. II, 432—449. Er schrieb um die Mitte des 14. Jahrh. und hat manche sonst nicht überlieferte Einzelheiten, welche sich aber meistens als Ausschmückungen anderer Rerichte erweisen. 11. Jacobi de Guisia, Annales Hannoniae2), hsgg. v. Marquis de Fortia d’Urban, Paris 1826—33 in 15 Bdn., von denen hier nur die 1) Vgl. z. B. isla non comis comitissa, sagt er über die Gräfin von Flandern. 2) Wegen der grossen Wichtigkeit dieser Annalen für die flandrisch¬ holländischen Verwicklungen glaubte ich sie etwas ausführlicher behan¬ deln zu müssen. Vgl. über ihn besonders Wilmann’s Abhandlung in Pertz’ Archiv der Gesellsch. f. ältere deutsche Geschichtskunde, Bd. IX, S. 292 ff.