123 und 51; er berücksichtigt besonders Köln selbst, ohne jedoch die Reichs- geschichte ausser Acht zu lassen. Er ist (als Augenzeuge) nicht nur über kölnische Geschichte sehr gut unterrichtet, sondern auch, soweit er die Geschichte Wilhelms überhaupt erzählt, glaubwürdig. Nur selten können wir ihm durch Urkunden (nur) in Tagesangaben einen Irrtum nachweisen. Leider ist das Werk nur bis 1249 und in einigen Zusätzen bis 1251 fortgeführt. Für die Jahre 1247 — 49 ist es für Wilhelms Re¬ gierung sowohl in Hinsicht auf Reichhaltigkeit, als auch auf Glaub¬ würdigkeit der Erzählung bei weitem die beste Quelle. Für die späteren Jahre vermissen wir durchaus eine so gute Quelle, wie diese Annalen es sind ■). 2. Annalcs Erfordienses, hsgg. y. Pertz, M. G. SS. XVI, 35—40*). Diese Annalen (bis 1254 reichend) geben über Wilhelms Regierung einige wichtige und, soweit wir sie controlieren können, glaubwürdige Nachrichten. Vgl. Wattenbach, Gesch.-Qu. II, 281. 3. Annales Stadenses auctore Alberto, hsgg. v. Lappenberg, M. G. SS. XVI, 371 fl'. Albert von Stade schrieb bald nach 1264; er hat für Wilhelms Geschichte nur sehr wenige, aber doch wichtige Angaben. 4. Hermanni Altahensis annales, hsgg. v. Jaffe, M. G. SS. XVII, 394 — 397. Hermann von Altaich schrieb um 1256 und ist für Wil¬ helms Regierung besonders wegen seiner ausführlichen Nachrichten über den rheinischen Rund wichtig. 5. Gesta Treverorum, hsgg. v. Wait/., M. G. SS. XXIV, 411. 412, sind in erster Linie trierische Geschichtsquelle und stellen, sobald sie die Reichsgeschichte unter König Wilhelm erzählen, die Verdienste ihres Erzbischofs um den König immer in den Vordergrund. Sie geben, obwohl nicht ohne Parteilichkeit, soweit wir sie controlieren können, genaue Nachrichten. Ihre Abfassungszeit fällt bald nach 1261. Vgl. Rertheau, Die Gesta Trev. v. 1152—1259 (Gott. Diss. 1874), wo S. 83—85 die Berichte über Wilhelms Regierung behandelt werden. 6. Menco’s, Abt von floridus hortus in Friesland, Chronik, hsgg. v. Weiland, M. G. SS. XXIII, 541, 10—546, 37, gibt besonders friesische Geschichte und erwähnt von Wilhelms Regierung nur seine Wahl, die Belagerung von Aachen, welcher der Abt selbst beiwohnte, und seinen 1) Viele Ungenauigkeilen und kleinere Unrichtigkeiten in Böhmers Regesten erklären sich daraus, dass er diese Pantaleonsannalen noch nicht kannte. Sie sind zuerst 1868 von Huber veröffentlicht. Vgl. Car¬ dauns im Archiv f. d. Gesell, d. Niederrheins, Bd. VII, 198. 2) Die Seitenangaben beziehen sich nur auf die Wilhelms Regierung betreffenden Teile der Quelle.