65 Hilfe gegen tlie Staufen. Über Strassburg, wo er am 12. Mai1) verweilte, kam Wilhelm wieder an den Niederrhein, ln den Monaten Juni und Juli 1251 scheint er sich dann noch weniger als sonst um das Reich bekümmert zu haben: nutzlos hielt er sich in den Städten der ihm befreundeten Erzbischöfe von Köln, Trier und Mainz auf: 8 Wochen lang bewirtete ihn jetzt, wie die Gesta Treverorum erzählen1 2 3), der eben mit ihm zurück¬ gekehrte Erzbischof Arnold von Trier aufs Glänzendste. Endlich brach der König gegen Ende des Monats August zur Belagerung Boppards auf, von wo er im Jahre vorher beim Heranrücken Konrads unverichteter Sache hatte abziehen müssen. Ob ihm die Einnahme dieser Stadt diesmal gelang, ist nicht überliefert. Doch ist es wohl anzunehmen, weil Wilhelm schon im November wieder „bei Erbenheim im Lager“ s) stand und nicht zum zweiten Male ohne Erfolg die Belagerung der Stadt, deren Verteidiger, nachdem König Konrad Deutschland verlassen, eigentlich keinen Grund mehr hatten, Wilhelm nicht anzuerkennen, aufgehoben haben wird. Eine bedeutendere Unternehmung gegen die stau¬ fische Partei, welche nunmehr ihres Hauptes entbehrte, auszu¬ führen , dazu besass der König in seinem Stammlande nicht Macht genug und bei den Fürsten hätte er, da sie ja von der Ohnmacht des Königs die grössten Vorteile zogen, kaum die nöthige Unterstützung gefunden, wenn er nicht die wenigen Überreste des Reichsgutes, die er noch besass, sämtlich ver- äussern und versetzen wollte. 1) Reg. 103. 2) M. G. SS. XXIV, 412. 3) Reg. 112. 5 \