Einleitung1. 1. Papst Innocenz IV. und Kaiser Friedrich II. seit 1243. Oer Kampf der römischen Curie gegen Kaiser Friedrich II.1), den Staufen, nahm eine neue Wendung, als am 25. Juni 1243 der Cardinal Sinibaldo Fiesco von Lavagna zum Papst erwählt wurde2). Wenn auch der zweite Vorgänger des neuen Papstes, Gregor IX., mit einer für sein Alter ausserordentlichen Energie —- er war als 80jähriger Greis auf den Stuhl Petri erhoben — 15 Jahre hindurch die Ansprüche der Curie gegen den Staufen teilweise erfolgreich verteidigt hatte, so war doch nach seinem am 21. Aug. 1241 erfolgten Tode die anfangs unentschiedene Haltung des Cardinalcollegiums und die endlich erfolgte Wahl des kaiserlich gesinnten Cölestin IV. ein Beweis dafür, dass Friedrich II. noch die Macht in den Händen hatte, und dass der Kampf zwischen Kaiser und Papst zu Gunsten des Ersteren würde entschieden werden, falls nicht, nachdem Cölestin IV. wenige Wochen nach seiner Wahl gestorben war, eben jetzt ein Mann zur höchsten geistlichen Würde der Christenheit be¬ rufen würde, der wie einst Gregor VII. Heinrich IV. gegenüber, 1) Vgl. besonders Schirrmacher, Kaiser Friedrich II., Gölt. 1859 — 65; Winkelmann, Geschichte Kaiser Friedrich II. und seiner Reiche, 2 Bde. 1863—65; Raumer, Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit, 4. Aufl., Leipz. 1871. 72. "2) Potthast, regesta pontificum Romanorum II, S. 943, wo die Schrift¬ steller, welche über die Wahl berichten, zusammengestellt sind. 1