Rechnungen der Kellerei Kirkel Die Rechnung der Kellerei Kirkel aus dem Jahre 1486/87 Landesarchiv Speyer, Bestand B 3, Nr. 659 (fol. 1-65) Der umfangreiche Rechnungshand besteht aus drei Heften, von denen das erste Heft (fol. 3-8) aus drei Lagen Papier, das zweite (fol. 9-41) aus 14 Lagen und das dritte (fol. 42-65) aus 15 Lagen gebildet werden. Vor fol. 3 ist fol. 1 aufgeklebt, das recto die Überschrift, einen Abgleich und Archivarsvermerke und Archivstempel enthält und im unteren Drittel altrestauriert ist. Das Papier des ersten Heftes mißt in der Höhe etwa 5 mm weniger als das der beiden übrigen Hefte. Vermutlich sind die drei Hefte erst im pfalz-zweibrückischen Archiv zusammengebunden worden, denn jedes einzelne von ihnen trägt eine separate Überschrift; außer derjenigen auf fol. 1' (vgl. unten) finden sich auf fol. 9' die Aufschrift Registers Gerhart kellers zu | Kyrckel anno (14)86 und auf fol. 42’ der Name Gerhart k(e)lle(r). Fol. 1' weist etwas unterhalb der Mitte des Blattes die Aufschrift Kellerei Kirck<e>l | 1486 (in arabischen Ziffern) von einer Hand des 16. Jahrhunderts auf Der Einbanddeckel trägt den Aufdruck Kirckler | Kellerey | Rechnung | DE | ANNO | 1486. Ein Wasser¬ schaden am ¿iußeren Blattrand, vor allem oben und in der Mitte, hat zwar zu einer Verfärbung des Papiers geführt, beeinträchtigt die beschriebenen Partien aber nicht. Als Wasserzeichen findet sich auffol. 6 die unter Nr. 658 beschriebene Kan¬ ne; das erste Heft besteht folglich aus Papier gleicher Herkunf t wie die Rechnung von 1484/85. Das im zweiten Heft auf fol. 15, 16, 24, 28, 33, 39 und 40 auftretende Wasserzeichen zeigt drei Rundbögen, deren mittlerer etwas höher aufragt und aus dem an einer Stange ein Kreuz wächst. Das für das dritte Heft verwendete Papier weist auf fol. 46, 52 und 54-57 als Wasserzeichen das unter der Rechnung Nr. 653 (1479/80) dargestellte Lilienwappen auf Die folia 36' bis 41' sind nicht beschrie¬ ben. Der Band enthält mehrere Beilagen: Auf fol. 3 ist aufgeklebt ein Belegzettel (fol. 2), auffol. 12 ein Notizzettel über Weinlieferungen (fol. 11) und auf fol. 22 vier Quittungen des Kellers Gerhard zu Kirkel und vor fol. 49 einen Beleg über abgegangene Schafe (fol. 50). [lr] Inna(me) vnd vssgabe ... | zu Kirckel an körn ... | inn anno (14)86 ...| Oculi an bitz vff sondag ... | da¬ tu s c h (e) n s i n t ...899 Inname vbertrifftt vssgabe an k(orn) | inhalt diss registers 1959"0 | malte(r) 2 fass, vnd ist Gerhartt | kelner(n) off geliffert worden off 70 | malter gebrantt k(or)ns), ist in die | obg(e)n(an)t(e) som(m)e nit gerecht. Inname an habern vbertrifftt j vssgabe inhalt diss registers | 226'A9in malter 2 fass, Inname an wyne vbertrifft vssgabe | inhalt diss registers 1XA stücke. 8 W Das rechte Drittel der fünfzeiligen Überschrift ist völlig verblaßt. >0° Nach der Ziffernangabe am Zeilenende gestrichen fass. 901 Geschrieben ijc | xxvij malter. 520