LA Speyer, B 3, Nr. 652, 1477/78 Die Rechnung der Kellerei Kirkel aus dem Jahre 1477/78 Landesarchiv Speyer, Bestand B 3, Nr. 652 (fol. 1-25) Der Band besteht aus zwei Heften, von denen das erste aus fünf Lagen (fol. 2-11) und das zweite aus sechs Lagen Papier (fol. 12-23) gebildet wird. Soweit erkenn¬ bar, wurde fol. 24 hinten an das zweite Heft angeklebt. Beide Hefte wurden in das Doppelblatt 1/25 eingelegt, das beide wie ein Umschlag umsschließt. Zwischen den folia 16 und 17 sowie 18 und 19 wurde je ein Blatt herausgeschnitten; dies muß zur Entstehungszeit der Rechnung geschehen sein, da der Text (fol. 18'-19') fort¬ fließt. Das Blatt zwischen fol. 18 und 19 war nach Ausweis weniger Federstriche beschrieben. Die Seiten T und 25v bildeten ursprünglich die Außenseiten des Rech¬ nungsheftes, was aus der nachgedunkelten Papierfarbe hervorgeht. Auf fol. T finden sich von der Hand späterer Archivare die übliche Aufschrift Kirckler Kelle- rey-Rechnung und die Jahreszahl 1477 in arabischen Ziffern, wobei die Ziffer 4 eine 5 überschreibt, was neben der Schrift auf einen Schreibfehler des 16. Jahr¬ hunderts hindeutet. Das Etikett auf dem Buchrücken ist mit dem Aufdruck Kirckler | Kellerey (Rechnung [ DE | ANNO | 1477 versehen. Als Wasserzeichen findet sich auf fol. 3, 5, 6 und 12 eine mit den Nrn. 648-650 vergleichbare Initiale (p/q?), die von einem kleinen Kreuzchen überhöht ist und unten in eine florale Ranke ausläuft, eine Variante davon (mit gespaltenem Fuß und stärker ausgebildetem Kreuzchen) auf fol. 18 und 22 (ähnlich, aber nicht identisch mit Nr. 650). Daraus geht hervor, daß die beiden Hefte dieser Rechnung aus Papier unterschiedlicher Hersteller bestehen. Bis auf leichte Wasserschäden, vor allem oben rechts und am rechten, äußeren Blattrand, ist die Rechnung in gutem Erhaltungszustand. Am linken Blatt¬ rand neben den einzelnen Textblockbuchungen finden sich dieselben Paraphen wie bei den vier vorhergehenden Rechnungen (Nr. 648, 649, 650 und 651). Da die folgende Rechnung (Nr. 653) sie nicht mehr aufweist, können sie als eine Beson¬ derheit des Kellers Cuntz betrachtet werden. Beilagen fehlen. [lv] Entphengnis als ich Cuntz keller j in dem ampt zu Kirckel inge|nu(m)men han vnd widder han ussjgeben an gelt, darnach an körn, | weiss, speltz, habern vnd win | von dem sondag Invocauit an \ in anno (14)77° biss widder | uff den sondag Invocauit in | anno (14)78° vnd rech den guld(en) | vofr) 26 s d. [2r] lnnam an gelt von dem sondag ) Invocauit an biss uff sondag | Cantate nach Ostern von schaf f6", | w i n - schanch, geleid vnd andere(m), | das hernach geschre- bent stet 700, biss der | wiss d ist abgesatz uff 9 d It(em) 5 guld(en) der meiheschaff | zu Obergeilbach. Die letzten drei Buchstaben von schaff sind durch ein Loch im Papier gar nicht mehr oder nur noch teilweise zu lesen. 700 Vor biss über der Zeile eingefügt stet. 395