Vorwort Von dem lateinischen Grammatiker Terentianus Maurus wissen wir: Habent sua fata libelli. Das vorliegende Büchlein hat zudem auch eine lange Vorgeschichte. Die Existenz spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Rechnungen aus Kirkel im Saarpfalzkreis war vor Ort seit Jahrzehnten bekannt. Doch fand sich zunächst nie¬ mand, der die Handschriften lesen konnte, bis die Damen und Herren Anne und Udo Bernimollin und Eduard Scheurer, drei Mitglieder des Förderkreises Kirkeler Burg e.V., im Rahmen eines Paläographiekurses für Gasthörer/innen an der Uni¬ versität des Saarlandes die Bekanntschaft des Bearbeiters machten, der daraufhin für den Förderkreis im Rahmen eines Werkvertrages mehrere Rechnungen trans¬ kribierte. Diese Ergebnisse flössen in die vorliegende Publikation mit ein. Zwi¬ schenzeitlich hatte Frau Dr. Christel Bemard, Mittelalterarchäologin und Ausgrä¬ berin der Burg Kirkel im Saarpfalzkreis, einen Kontakt zu Frau Professor Dr. Bri¬ gitte Kasten, der Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Universität des Saarlandes, hergestellt. Damit der lange gehegte Wunsch nach einer Edition der Rechnungen in Erfüllung gehen konnte, bedurfte es der Umschif- fung weiterer Klippen und des Willens zur konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. So entwickelte sich ein am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters angesiedeltes Forschungsprojekt, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft in den Jahren 2010 bis 2012 gefordert hat. Es versteht sich von selbst, daß die Kirkel betreffenden Bestände in ihrer Beispielhaftigkeit für das territoriale Rechnungswe¬ sen des 15. Jahrhunderts den Schwerpunkt dieser Quellenedition bilden. Zum Gelingen dieses Bandes haben viele in unterschiedlicher Weise beigetragen. Den Damen und Herren in den Landesarchiven Speyer (Herrn Dr. Walter Rummel und Herrn Dr. Franz Maier) und Saarbrücken (Frau Christine Frick, Herrn Michael Sander) und im Hauptstaatsarchiv München verdanke ich zahlreiche sachdienliche Hinweise. Mein aufrichtiger Dank gilt besonders Herrn Dr. Franz Maier (Landes¬ archiv Speyer) für wertvolle Hilfe beim Lesen und Transkribieren schwieriger Textpassagen. Es ist mir ein besonders Anliegen, Herrn Martin Baus (Saarpfalz¬ kreis, Siebenpfeiffer-Stiftung) herzlich dafür zu danken, daß er mir historische und zeitgenössische Karten der Region zugänglich gemacht und mit Hinweisen zur Identifizierung von Flurnamen und damit zur Ermittlung der genauen historischen Grenze der Herrschaft Kirkel beigetragen hat. Herr Raimund Zimmermann, Gra¬ phiker am Historischen Institut der Universität des Saarlandes, hat dankenswerter¬ weise die Karte der Herrschaft bzw. Kellerei Kirkel nach dem Weistum aus dem Jahre 1519 gezeichnet. Frau Waltraud Huth-Fox M.A. hat in bewährter Weise mit Argusaugen Korrektur gelesen. Frau Professor Dr. Brigitte Kasten danke ich für die bereitwillige Ansiedlung und Betreuung des Forschungsprojekts zum landes¬ herrlichen Rechnungswesen an ihrem Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters und der Kommission für Saarländische Landesgeschichte e.V. für die Aufnahme des vorliegenden Werkes in die Reihe ihrer Veröffentlichungen Die Deutsche For¬ schungsgemeinschaft hat mit Ihrer Förderung das Zustandekommen dieses Buches überhaupt erst ermöglicht. Düppenweiler und Saarbrücken, im Mai 2014 VIII