Geleitwort Im Sommer 2002, nur wenige Wochen nach meiner Berufung an die Universität des Saarlandes, fuhr Frau Dr. Christel Bernard, Ausgräberin der Burg Kirkel, mit ihrem Privatwagen vor und lud im Namen des Förderkreises der Kirkeler Burg ihren Kofferraum aus: rcgalfüllende Kopien der spätmittelalterlichen und frühneu¬ zeitlichen Rechnungen der Kellerei Kirkel, eines Amtes des Herzogtums Pfalz- Zweibrücken. Daß es sich hierbei um einen nicht nur regional, sondern für die vergleichende Landesgeschichtc generell wertvollen Quellenbestand handelt, war sofort klar. Dennoch bedurfte es mehrerer Anläufe, um diesen für weitergehende Forschungen durch die hier vorliegende Edition erschließen zu können. Ein wich¬ tiger Schritt war die moderne Neuverfilmung der Akten, ermöglicht durch das Engagement und das Entgegenkommen von Herrn Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, ein weiterer die Digitalisierung der Filme am Historischen Institut der Universität des Saarlandes, vorgenommen durch die ebenso geduldig wie sorgfältig arbeitenden studentischen Mitarbeiter Florian Schwartz und Jens Schäfer. Den letzten und wichtigsten Schritt ermöglichte die Deutsche For¬ schungsgemeinschaft, durch deren großzügige Förderung Herr Dr. Hans-Joachim Kühn, ein ausgewiesener Kenner der saarländischen Landesgeschichte, für die Edition gewonnen werden konnte. Ihnen allen sei wärmstens für ihren tatkräftigen Einsatz zur Realisierung des Projektes gedacht, Herrn Dr. Kühn insbesondere da¬ für, daß er andere Aufgaben hintanstellte. Es bleibt zu hoffen, daß die Veröffentli¬ chung dieser landesherrlichen Rechnungen aus dem 15. Jahrhundert zur verglei¬ chenden Untersuchung über die Finanzierung von Landesherrschaften des Spätmit¬ telalters in Deutschland und im benachbarten französischsprachigen Ausland, ins¬ besondere in Lothringen und Belgien, anregt. Saarbrücken, im November 2014 Brigitte Kasten VII