14 schaffen. Den Schreibstoff liefern TremarsiZs Rdern, die das zarte Weib deshalb aufreißt. — Der Pakt mit dem Teufel. — Der Teufel wird aber geprellt. — Wieder bei Vernunft macht der Graf Ausflüchte, zer- stört das Dokument und entflammt Rdina dadurch zur Raserei: „Wenn es was rares / alle vier Elementen in einer kleinen Zache beysammen zu sehen / so ist es was gemeines in einem boßhafften Frauenzimmer: Man trifft den Unflat im Munde / das Feuer auf den Wangen / die Lufft in dem Brausen der Nasen / und endlich wenn sie nicht weiter können / das Wasser in den Rügen an." In dieser Stimmung läßt sie seine haft verschärfen, ihn hungern und frieren, und abermals Rüstungen zum Halsgericht treffen. Rls die Rot am größten, ist wie immer die Hilfe am nächsten, die einige Freunde, von einem heimlich abgesandten Diener herbeigerufen, dem Grafen durchs Gefängnisgitter zusagen. Im Einverständnis mit ihnen macht er seiner Kerkermeisterin neue Hoffnung und bestimmt sie zu einem Russlug am nächsten Tage. Die Befreiung glückt. Mit angenehmer Zugabe von hohn und Spott vollzieht man nun das jus talionis bis ins einzelnste. Schimpflich geknebelt und in einen Sack verpackt wird Adina weggeführt, nach der Grotte von Pozzulo (pozzuoli), wo sie durch Eintauchen ins Wasser enthext werden soll. — Wie früher bei Gelegenheit des Gallierkampfs durch Erzählung von Kriegsgeschichten, bei der Erwähnung von Madrid durch Beschrei- bung des obligaten Stiergefechts, kann sich hier der Rutor nicht versagen, sein Wissen durch eingehende Schilderung der Hundsgrotte und ihrer Wunder an den Mann zu bringen. Zeitgeschmack: „Tollgewordene Enzyklopädien" nennt Eichendorff die heroisch-galanten Romane des 17. Jahrhunderts. — Die Reise erleidet eine unliebsame Unterbrechung. Lin Wirtshaus am Wege muß zwei Sterbende aufnehmen. Geschickt im Gebrauch ver- gifteter Waffen hat die Gräfin ihrem abtrünnigen Galan im Rugen- blick der Befreiung, sich selbst auf der Fahrt eine tätliche Wunde bei- gebracht. Die großmütige Verzeihung TremarsiZs und der trostreiche Zuspruch eines Kavaliers, der wie ein gelernter Pastor redet, bewirkt zwar innere Einkehr, benimmt ihr aber nicht die Furcht vor dem Jenseits. Sie stirbt sonach wie es einem Bösewicht ziemt in Schrecken, der Graf aber in christlicher Fassung. Entsprechend ist die Rrt der Bestattung. Der Sünderin Leichnam wird nachts von der Hand des Wirtes in der öden Gegend Sollatara vergraben, dem „Schornstein der Hölle allwo alles voll Schwefel / Rlaun