PAUL NAIORP ist der bedeutendste und fruchtbarste Vertreter der modernen Sozialpädagogik, die um die Jahrhundertwende als Oegenbewegung gegen die alleinherrschende Herbartsche Pädagogik entstand und die vor allem auf Pestalozzi zurückgriff. Zeitsummen. Sozialpädagogin Theorie der Willenserziehung auf der Grundlage der Gemeinschaft 5. Auf. XI. 400 S. Brosch. M. 6.80, geb. M. 8.— I. Grundlegung. II. Hauptbegriffe der Ethik und Sozialphilosophie. III. Organisation und Methode der Willenserziehung. Man mag zu den einzelnen Forderungen Natorps stehen wie man will, dem Oanzen wird man in seiner leuchtenden Klarheit, seiner Ebenmäßigkeit, seinem organischen Aufbau, seiner streng logischen Folgerichtigkeit niemals seine Be- wunderung versagen können. Natorps „Sozialpädagogik“ ist für den ein selten hoher Genuß, der von dem Kleinkram der empirischen Forschung sich den Höhen der widerspruchslosen Deduktion zuwendet: hier ist Höhenluft, rein und klar, und läßt wie diese gesunden. Das Buch, das die Erziehung von großen und letzten Gesichtspunkten aus betrachtet und mit dem Natorp in die Reihe unserer großen Volks- und Menschheitserzieher eingetreten ist, birgt eine ge- wa tige Zahl von Problemen, die noch weiter auszuspinnen eine verlockende Aufgabe sein dürfte, und solcher Arbeit können wir es nicht dringlich genug empfehlen. Wiss.-päda^. Rundschau. Gesammelte Abhandlungen zur Sozialpädagogik 2. Auflage Heft 1: Platos Staat und die Idee der Sozialpädagogik — Rousseaus Sozialphilosophie — Condorcets Ideen zur Nationalerziehung Pestalozzi unser Führer — Pestalozzis Ideen über Arbeiter- bildung und soziale Frage — Pestalozzi und die Frauen- bildung— Pestalozzis Prinzip der Anschauung. 236S. M. 4.— Heft 2: Herbart, Pestalozzi und die heutigen Aufgaben der Er- ziehungsiehre. 3. Aufl. Kant oder Herbart? 188 S. Brosch M. 3.—, geb. M. 4.— Heft 3: Neue Untersuchungen über Herbarts Grundlegung der Er- ziehungslehre — Schleiermacher und die Volkserziehung. 156 S. M. 3.20 In einem Band gebunden M. 12.— Natorp gründet die Zielbestimmung der Erziehung zumeist auf Kant; was die einzuschlagenden Wege und Methoden anbetrifft, hauptsächlich auf Pestalozzi, teils auch auf Fichte und Schleiermacher. Den breitesten Raum nehmen die Abhandlungen, Vorträge und Reden über Pestalozzi ein. Natorp ist der eigent- liche Wiederentdecker Pestalozzis geworden. Die vorliegenden Aufsätze bilden die wertvolle Ergänzung zu Natorps systematischen Hauptschriften, wie der „Sozialpädagogik" und dem „Sozialidealismus“; sie führen sehr anschaulich in die Anfänge der modernen sozialpädagogischen Bewegung sowie deren historische Grundlagen ein. L)ie Zeit. Jemand und idi Ein Gespräch über Monismus, Ethik und Christentum, den Meta- physikern des Bremer „Roland“ gewidmet. 51 S. Brosch. M l.— FR. FROMMANNS VERLAG (H. KURTZ) STUTTGART