274 Kap. VI. § 107. suchten Bereiches selbst. Nach diesem Prinzip wollen wir jetzt die Ableitung zu geben versuchen. § 107. Wir gehen also zunächst auf das System der Grund- kategorien zurück, die sich in 3x3 Gliedern entwickelten, so daß die Dreiheit der Grundkategorienordnungen (Modalität, Relation, Individuation) und die der je 3 Phasen jeder dieser Ordnungen beidemal durch dasselbe ursprüngliche Disposi- tionsprinzip, von der Allgemeinheit durch die Besonderung zur Einzigkeit der Bestimmung, herauskommt. Wir drückten die- selbe ursprüngliche Dreiheit oder vielmehr Dreieinheit auch allgemein aus durch die drei Phasen der ersten Ordnung, näm- lich der der Modalität: Möglichkeit, Notwendigkeit, Wirklich- keit, welche insofern die Kategorien der Kategorienordnung selbst und eben darum die notwendig erste Kategorienordnung darstellen. So ergab sich in vertikaler Reihe die Folge: Moda- lität, Relation, Individuation, in horizontaler in der Modalität die genannten drei allgemeinen Phasen: Möglichkeit, Not- wendigkeit, Wirklichkeit; in der Relation: Substanz, Kausa- lität, Wechselrelation; in der Individuation: Qualität, Quan- tität, Fügung, und beziehungsweise Zeit, Raum, Präsenz. Für die weitere Entwickelung des Systems der Kategorien, also eben für die gesuchte Potenzierung, haben wir schon die wiederum dreifache Richtung dieser Potenzierung auf gestellt, als die der Struktur, der Funktion und des Gehalts. Von diesen hat die Struktur (deren Phasen Begriff, Folgeentwickelung und Urteil waren) wieder den Charakter des Allgemeinen, auf alle Funktion und allen Gehalt sich unterschiedslos Erstreckenden, die Funktion (in den drei Stufen der Rationalisierung, Histo- risierung und Aktualisierung) den der Besonderung; unter dem Titel des Gehalts aber suchen wir den Abschluß der Bestim- mung in einem bestimmten ,,Es ist“. Da auch diese Drei- teilung wieder demselben Grundprinzip entspricht, so wer- den auch wiederum nicht bloß in vertikaler Ordnung die je drei Phasen der drei Richtungen kategorialer Formung dem