270 Kap. VI. § 106. duktion“ zum Ausdruck kommt), von der anderen (materialen) Seite eben linear sich gebend, sich darstellend, konkret sich erstreckend; im ersteren Sinne aktive Bildkraft, im zweiten bildhaft, doch passiv dargestellt, in der „Vorstellung“ da- stehend ; so ist dagegen die Wahrnehmung — erst sie — voll körperhaft, damit, von der Intellektseite gesehen, nicht bloß überhaupt kategorial, sondern sogar allkategorial prägend, von der Seite der Sinnlichkeit das eben so Geprägte, damit als Wirklichkeit Erfaßte oder doch zu erfassen Ge- meinte ; das Wahre und Wirkliche oder doch für wahr (wirk- lich) Genommene, dafür Angesehene, der Meinung nach so Erfaßte. § 106. Bevor wir weitergehen, sei nochmals erinnert, daß alle diese Bestimmungen nicht psychologische sein wollen und sind. Es sind allenfalls Voraussetzungen, auf die hernach eine psychologische Behandlung der gleichbenannten Begriffe (Empfindung, Anschauung, Wahrnehmung und aller diesen gleichgeordneten) sich zu besinnen haben wird. Alle bisherigen Aufstellungen aber sind unabhängig von Psycho- logie; sie gewinnen psychologische Bedeutung erst, wenn die Subjektsbeziehung hinzutritt, von der in diesem allen noch nichts vorkam. Wir stehen durchaus noch in der Analyse dessen, was subjektiv oder objektiv oder subjektiv und ob- jektiv zugleich zu beziehen ist, und sagen noch nichts, setzen noch nichts voraus über diese zweifache, notwendig immer zwei- seitige Beziehung. Würde man uns einwenden, diese liege aber doch, nämlich für die allgemeine Auffassung dieser Begriffe in der bisherigen Philosophie und gewiß auch für Kant, in den genannten Begriffen, so brauchten wir das gar nicht zu bestreiten (obgleich hier für Kant beträchtliche Vorbehalte zu machen wären; der Kantleser wird sich sofort erinnern an seine ausdrückliche Verwahrung dagegen, daß man seine Analyse dieser Begriffe in der „Transzendentalen Deduktion“ etwa als psychologische verstehe); aber das kann hier überhaupt