Grund kategorien. 41 ständigsten, d. h. konkretesten Erfassung zu gelangen. Es scheidet nur, um zu verbinden, vielmehr, um der stets zu- grunde liegenden Verbundenheit sich desto voller zu versichern. Eher möchte fraglich erscheinen (aber das braucht an dieser Stelle nicht entschieden zu werden), ob auch die Poi- esis ebenso unabhängig diesseits der Subjekt-Objekt-Bezieh- ung steht oder sie vielleicht notwendig einschließt. Ohne Zweifel führt sie an sie sehr nahe heran. Aber gerade am Künstlerischen ist es mir subjektiv äußerst klar und gewiß, daß auch der poietische Gehalt am reinsten dann erfaßt wird, wenn nichts von Subjekts- oder Objekts-Beziehung darin ein- geht. Zwar liegt als Tatsache vor, daß bis dahin die Philo- sophie der Poiesis (die deshalb regelmäßig unter dem Titel ,»Ästhetik“ auftritt) sich nicht davon befreit hat, das Poie- tische tief ins Subjektive hineinzuziehen, oder aber, wenn dies als irrig erkannt wurde, es ganz auf die objektive Seite hinüber- zuschieben, als ob es ein Drittes gar nicht gebe. Doch darf die Entscheidung dieser Frage Vorbehalten bleiben bis zu der Stelle, wo überhaupt das Verhältnis des Praktischen zum Poietischen uns zu beschäftigen haben wird. Für jetzt dürfen wir uns auf eine vorgreifende Betrachtung darüber nicht ein- lassen, sondern wenden uns zu einer im Hinblick auf den Um- fang unserer ganzen Aufgabe notwendig knappen Vorführung des Systems der Grundkategorien. Diese wird übrigens auch für den, der mit dem ganzen Aufriß unserer Systematik schon vertraut ist, hoffentlich nicht den bloßen Wert einer Wiederauffrischung haben, sondern insofernnebenBekanntem auch Neues geben, als das Ganze dieses Systems uns jetzt unter den Gesichtspunkt der Begründung der Philosophie als praktischer treten wird. A. Modalität § 19. Schon mehr als ein Kritiker hat dem Mißfallen an den spanischen Stiefeln des logischen Dreischritts launigen