dasselbe Gesetz der Moralität, welches eine Gesinnung befiehlt oder verbietet, auf gleiche Weise auch diejenige äußere Aufführung befehle oder verbiete, die als eine Folge dieser Gesinnung angesehen wird. In gleichgültigen Fällen sind wir verbunden, uns nach S. 162 den Sitten unseres Landes zu richten. In wichtigen Dingen sind wir verbunden, auch wider die herrschende Gewohnheit und Meinung das zu wählen, was zum Besten der Menschen gereicht. Das Verpflichtende jedes Gesetzes liegt in dem Gut S. 164 oder Übel, das mit der Beobachtung oder Übertretung desselben verknüpft ist. Die Sanktion des Grundgesetzes der Moralität liegt darin, daß in der Beobachtung des- selben die Glückseligkeit, in der Übertretung desselben das Elend besteht. 7 Liebert, Ethik, 97