84 Zur Lehre vom Gemüt. und 2 schon einmal gesagt ist. In diesen aber wird augen- scheinlich die Eigenart der Stimmung einzig auf die Eigenart des Gegenständlichen im Bewußtsein zurück- geführt, was ja auch durchaus schulgemäße herbartische Auf- fassung ist, und wir können, wie wir zeigen werden, dieser Zurückführung im Großen und Ganzen zustimmen, indem wir freilich von den herbartischen Bestimmungen absehen müssen. In Punkt 1 ist als das eine bedingende Stück für das Gefühl in der Stimmung offenbar jenes Gegenständliche ge- meint, das wir die „unklare Körperempfindung“ genannt und für das „maßgebende“ Gegenständliche der Stimmung erklärt haben. Diese „unklare Körperempfindung“ ist wie Nahlowsky auch hervorhebt, abhängig von einer Menge kleiner Verände- rungen des Leibes, „die aus allen Provinzen des Leibes zu den Zentralorganen hinleiten“, und in diesem Sinn hängt, wie Nah- lowsky richtig bemerkt, die Stimmung, der „Grundton des Ge- mütslebens“, von dem Zustande des Nervensystems und dem Reize der Vitalveränderungen des Leibes ab. Nur halten wir es hier um der Klarheit der Darstellung willen für an- gebracht, nicht von einer „Stimmung“ (siehe S. 82), sondern von einem „Zustande“ des Nervensystems, und nicht von einem „Grundton der Vitalempfindung“, sondern von einem „Reize der Vitalveränderungen des Leibes“ zu reden. Sehen wir von diesem Unterschiede im Ausdrucke ab, so trifft Nah- lowsky, nach unserer Meinung wenigstens, mit uns in der An- sicht zusammen, daß die „unklare Körperempfindung“ das „maßgebende“ Gegenständliche („das einen analogen Grundton der Stimmung hervorruft“) in der Stimmung sei. Zwischen uns und Nahlowsky bestände dann nur noch die Meinungs- verschiedenheit, daß er diese Körperempfindung nicht in die Stimmung mit einschließt, während sie uns zu der Stimmung selbst gehört. Auch im Punkt 2 treffen wir anscheinend in der Sache mit Nahlowsky zusammen. Wenn er das die Stimmung Mit- bedingende die Vorstellungen, „die teils durch Nerven- stimmung und Gemeinempfindung angeregt sind und nicht ein klares Bewußtsein ergeben“, nennt, so stimmt dies, wie wir meinen, sachlich durchaus zusammen mit dem,.