74 Zur Lehre vom Gemüt. liehe den gleichen Gefühlswert d. h. den gleichen Anteil an der „besonderen“ Bedingung des Zuständlichen dieser Stimmung haben -werde, wenn auch jedes besondere Gegen- ständliche immer natürlich irgend einen Anteil für sich in Anspruch nehmen darf. Und fragen wir nun, ob denn nicht auch für die Stimmung dasselbe gelte, wie für das Gefühl, daß nämlich unter dem GegenständlichendesBewußtseinsaugenblickes einem besonderen Gegenständlichen der Löwenanteil an jener „besonderen“ Be- dingung des Zuständlichen, der Lust oder der Unlust, in der betreffenden Stimmung zufalle, so wird es der untersuchenden Betrachtung nicht schwer, auch für die Stimmung „maß- gebendes“ Gegenständliches festzustellen. Bei der Untersuchung des „Gefühls“ ergab sich, daß in diesem besonderen Zusammen von Bestimmtheitsbesonderheiten die Körperempfindung jene besondere Rolle spielt, derzufolge wir sie als das „begleitende“ Gegenständliche im „Gefühl“ überhaupt bezeichneten, um dadurch hervorzuheben, daß Körperempfindung in jedem „Gefühl“ anzutreffen sei. Ist dies der Fall, so wird es auch nicht Wunder nehmen, wenn wTir behaupten, daß bei dem stetigen Wirkenszusammen- hang, in dem die Seele mit „ihrem“ Leibe steht, sie auch in jedem Bewußtseinsaugenblicke unter ihrem Gegenständlichen Körperempfindung habe. Und nun läßt sich auch an dem, was wir Stimmung nennen, ohne Schwierigkeit feststellen, daß sich unter dem Gegenständlichen solchen Bewußtseinsaugenblickes Körperempfindung nicht nur überhaupt sich zeigt, sondern sogar von maßgebender Bedeutung für das in der Stimmung sich findende Zuständliche, mithin das maßgebende Gegen- ständliche in der Stimmung ist. Wer sich einmal die Mühe gibt, seiner Stimmung in dieser Hinsicht nachzugehen, wird ohne Zweifel bei Körperempfindung als dem für die Stimmung maßgebenden Gegenständlichen anlangen. So können wir denn, was die Stimmung betrifft, sagen, daß, von welcher Art die Stimmung in ihrem Zuständlichen sei, ob Lust oder Unlust, durch die Körperempfindung im Besonderen bedingt ist, während der Grad des Zuständlichen in der Stimmung nicht nur von der Körperempfindung, sondern auch