es zeichnet vor ganzen Klassen von Menschen aus. Es gehört nicht viel dazu: Ein kleiner gut gehaltener Bauernhof, ein tüchtiges Handwerk von gutem Ruf, ein winziger Garten, dem man die Liebe ansieht, mit der er gepflegt wird, das saubere Haus eines Bergmanns, ein paar Bü- cher oder Nachbildungen alter Kunst. Worauf es ankommt, ist, daß man diese Dinge in eine persönliche Welt verwandelt, mit seiner Per- sönlichkeit durchdringt. Echter Besitz ist Seele und erst insofern echte Kultur. Ihn auf seinen Geldwert hin abschätzen ist irgendwie ein Mißverständnis oder eine Entweihung. Ihn nach dem Tode des Besitzers teilen ist eine Art Mord. }02 Zum Ich gehört Wille. Eigentum ist Wille, Entscheidung. Wer in meine freie Verfügung über mein Eigentum eingreift, greift mein Ich an. 303 Eigentum heißt, mit seinem Willen etwas un- bedingt beherrschen, und bei der germani- schen Rasse, die die willensstärkste ist, die die Weltgeschichte bisher gekannt hat, ist infolgedessen der Eigentumsinstinkt in einer 103