IO Für den lebendigen Menschen ist es ganz gleichgültig, ob er an Willensfreiheit glaubt oder nicht. Welche Folgerung er daraus zieht, ist wichtig - denn daran erkennt man, ob er ein Schwächling ist oder nicht. Alles ist vor- ausbestimmt: also ist mir diese große Aufgabe bestimmt. 11 Der Einzelne ist frei. Er tut, was er will. Aber gerade der große Einzelne will, was die Zeit will, nämlich die kommende Zeit. 12 Der bedeutende Mensch lebt so, daß sein Da- sein ein Opfer an seine Idee ist. Der Sinn, den man dem eigenen Leben gibt, ist ein Zeugnis der Selbstachtung. *3 Der Schaffende fühlt sich frei. In jeder Tat liegt Freiheit. Jede Tat, auch die mißlingende, ist dem W7esen nach ein Sieg des freien Willens. H Wenn eine große weltgeschichtliche Situation gegeben ist, nimmt der erstbeste den Platz 4