renoffizier mit 19 Jahren tödlich verunglückte, studierte Heinrich Ludwig Theo¬ logie. Ludwig, der 1825 am Königlichen Gymnasium in Saarbrücken Abitur ge¬ macht hatte111 112 115' wohnte um 1830 als Predigtkandidat in der Stadt, wo er sich durch Unterricht in Latein, Griechisch, Hebräisch und Französisch den Lebensunterhalt aufbesserte, bevor er als Pfarrer in Schauren tätig wurde. Dort wurde ihm auch sein Sohn Adolf Ludwig geboren112. Im Jahre 1840 wechselte Fauth als Pfarrer nach Dudweiler, wo er nach nur vierjährigem Wirken an den Folgen eines Leberleidens am 10. November 1844 verstarb. Luise Fauth, seine Witwe, zog daraufhin mit ihren fünf noch lebenden Kindern"4, es waren drei Söhne und zwei Töchter, nach Saarbrücken und wohnte in einem der Palais am Ludwigsplatz. Adolf Ludwig Fauth besuchte das Königliche Gymnasium in Saarbrücken"5. In Saarbrücken wurde er von Pfarrer Eduard Zickwolff in der Ludwigskirche konfir¬ miert"6. Nachdem er seine Reifeprüfung im Jahre 1857 abgelegt hatte"7, studierte er von 1858 bis 1861 Theologie in Heidelberg, Berlin und Bonn. In seiner Bonner Zeit lernte er durch einen Verbindungsbruder dessen Schwester, Martha van Erns¬ ter aus Xanten, kennen, die 1866 Fauths Frau werden sollte. Im Frühjahr 1863 übernahm Fauth zuerst die Vertretung für den erkrankten Ludweiler Pfarrer Philipp Franz Hügel, nach dessen Tod dann die Vakanzverwaltung. Am 15. Dezember 1863 wurde der junge Predigtamtskandidat vom Königlichen Konsistorium in Koblenz zum Pfarrer von Ludweiler ernannt; der Saarbrücker Superintendent Johann Gottfried Schirmer ordinierte ihn am 10. Februar 1864 in der Ludweiler Hugenottenkirche und führte ihn zugleich in sein neues Amt ein"H. Fauth führte bald den „Evangelischen Katechismus der Provinzialsynode“ ein, der den Ludwei- kanischen Pöbel; Fauth musste fliehen und trat in preußischen Staatsdienst ein. Als sich in Saarbrücken die Verhältnisse beruhigten, kehrte er zurück und wurde bald in diploma¬ tischer Funktion der Saarbrücker Bürgerschaft nach Mainz geschickt, wo er nach Be¬ kanntwerden des ersten Pariser Friedens 1814 bei Justus Grüner, dem Generalgouvemeur des Mittelrheins, einen günstigeren Bescheid für die Saarbrücker erwirken sollte. 1815 gehörte Fauth mit Heinrich Böcking zu einer Delegation, die dem preußischen Staats¬ kanzler Karl August Fürst von Hardenberg die Anschlusswünsche der Saarbrücker vor¬ trug. Der Wunsch ging durch den zweiten Pariser Frieden in Erfüllung. Vgl. Adolf KÖLLNER, Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann, Bd. 1, Saarbrücken 1865 (ND Saarbrücken 1981), S. 539; BÜCH, Familie Fauth (wie Anm. 109), S. 108. 111 Matthias Christian Wilhelm Fauth, geb. 6. Januar 1798 in Schweinfurt, gest. um 1817 in Saarbrücken; vgl. BÜCH, Familie Fauth (wie Anm. 109), S. 110. 112 Vgl. RUPPERSBERG, Ludwigsgymnasium (wie Anm. 36), S. 143. 113 Vgl. Joachim Conrad, Art. Fauth, Adolf Ludwig (1836-1912), in: BBKL 23 (2004), Sp. 356-375. 114 Auguste Karoline Johanna (1834-1896), Adolf Ludwig Wilhelm (1836-1912), Johann Maximilian (1837-1900), Luise Karoline Lisette (1839-1841), Franz Friedrich Christian (1841-1905), Marie Karoline Luise (1843-1913) 115 Vgl. Ruppersberg, Ludwigsgymnasium (wie Anm. 36), S. 143. Ilh Robert JÜNGST, Pfarrer em. Ad. Fauth gestorben, in: Evangelisches Wochenblatt 39 (1912), S. 37. 11 Vgl. Ruppersberg, Ludwigsgymnasium (wie Anm. 36), S. 144. Ils Vgl. Kurt W. Pick, Adolph Ludwig Fauth, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Ludweiler/Warndt und Initiator des Kreditvereines des Warndt, in: Geschichte des Warndt 64(1986), S. 5. 258