gegent, dem nemen su, was er hat, er sij frunde oder vigent£. Wenn sie dem Rodemachern etwas ,abegebrechen‘ könnten, täten sie es. Schaubs Bericht lässt sich zwar eine Führungs¬ rolle Gerhards in der böhmischen Partei entnehmen, aber eine doch abwartende Haltung: ,Der Rodemacher sitzt noch still und will noch nit anfahend Über die französischen Truppen schreibt Schaub, dass sie mit ungefähr 3000 Pferden im Gebiet von Gorze und im Barer Land ständen, öfter bis Diedenhofen vorstießen und nähmen, was sie bekommen könnten. Ihr Angriff auf das ,stettel Ibesclf 11 im Land Lu¬ xemburg sei misslungen.1' Atten berichtet, Philipp von Sierck, Wilhelm von der Mark und Gerhard von Rodemachern agierten zusammen mit dem französischen Kommandeur Karl von Amboise.1 ^ Der Waffenstillstand wurde am 11. Juli 1478 erneuert und sollte gelten für ,tous les pavs, terres et seigneuries et subjectz d’une part et d’autref ,Grenzwächter‘ (Conservateurs des marches) sollen in allen strittigen Fragen konsultiert werden, für den Grenzverlauf im Bereich des Herzogtumes Luxemburg wurde von französischer Seite der Herr von Baud- ricourt bestellt, von burgundisch-habsburgischer Seite Claudius von Neulchätel.111 Er be¬ richtete Maximilian, dass es ihm gelungen sei, die Herren von Rodenmachern und Beiort zum Aufgeben ihrer Opposition zu veranlassen12" — eine Aussage von nur ephemerer Gel- tung. Im April 1479 ließ Ludwig XI. wieder militärische Operationen anlaufen. Während sein Hauptheer gegen Hennegau und Flandern vordrang, rückten kleinere Verbände in die südwestlichen Teile des Herzogtums Luxemburg ein. Nachdem die französische und lothringische Besatzung in Virton nach kürzerer Belage¬ rung durch ein burgundisches Heer unter Philipp von Croy, Graf von Chimay1 g dem ,Eber der Ardennen4, und dem Marschall vom Luxemburg am 27. Juni 1479 zur Kapitula¬ tion und Räumung der Stadt gezwungen1“1 und die französische Hauptarmee am 7. Au¬ gust 1479 bei Guinegate geschlagen worden war, wurde ein Vorgehen gegen Gerhard und seine Anhänger geplant. Die Niederlage von Guingate hatte jedoch weder den französischen Gegner nachhaltig geschwächt noch zum Zerfall der ,böhmischen Partei4 geführt. So wird eine Belohnung des Andreas von Haracourt in einer Urkunde vom 10. November 1479 begründet mit den Diensten, die er den Burgunderherzögen Karl und Philipp und der Erbtochter Maria ge¬ leistet habe „a l’encontre de noz rebelles et desobeissans subgectz de Lucembourg et ceulx 116 Mone (wie Anm. 112) sieht darin ,wahrscheinlich1 Esch südlich von Luxemburg, richtig ist aber Ivois. ir Bericht des Strassburger Boten Hetzel, der in Metz war, vom 10. Juni 1478, ediert bei Mone (wie Anm. 112) S. 77. 118 Atten: „Letzte Fehde“ (wie Anm. 5), S. 9 und 29 Anm. 9. 119 Druck bei Münch: Fürstinnen (wie Anm. 108), Bd. 2, S. 574 -585. 120 Maximilian an Claude am 09.09.1478: „que vous avez fait de reduire ä notre obeissance les sires de Ro¬ demacher et de Beifort“ (Publ Lux. 35 [1881] S. 59f Nr. 165). 121 Atten: „Letzte Fehde“ (wie Anm. 5), S. 9 und S. 29 Anm. 9. 122 Über ihn und das Verhältnis seiner Familie zu Burgund-Habsburg vgl. Paravicini, Werner: „Moers, Croy, Burgund. Fline Studie über den Niedergang des Hauses Mörs in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhun¬ derts“, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 179 (1978) S. 9-111. 123 Münch (wie Anm. 108), Bd. 1, S. 254f. 172