sich zubringen. " Maria und Maximilian warnten den Statthalter, den Erfindungen ihrer Gegner zu glauben.1 s Am 18. September 1477 wurde ein Waffenstillstand zwischen Lud¬ wig XI. und Maximilian geschlossen. Die Luxemburger Stände waren auch jetzt uneins. Für die Interessen Marias engagier¬ ten sich Johann Beyer von Boppard und Andreas von Haraucourt, Herr von Branden¬ burg.1"' Der luxemburgische Marschall Wilhelm von Rollingen/Raville verteidigte mit Er¬ folg die luxemburgischen Positionen zwischen Mosel und Nied, also im näheren Umkreis von Rodemachers Burgen.'11 Über die Neuformierung einer antiburgundische Opposition, wiederum als ,böhmische Partei4 bezeichnet, berichtete ausführlich der Straßburger Kundschafter Hans Schaub,1“ nachdem er am 8. April 1478 Gerhard, den er „sweher“'1' Dieboltz von Geroldseck nennt, in Rodemachern aufgesucht und dort Gleichgesinnte angetroffen hatte, darunter auch Gerhards Schwiegersohn Ludwig von der Mark, Herr zu ,Herbermont4, und dessen Vater.“1 Aus burgundisch-habsburgischer Sicht galten sie als Rebellen.1" Der Junker von Rodemachern und sein ,anhang hant sich bitz har gehalten uff des kuniges von Beheim sit, als eim erbherren des landes von Lutzeiburg4. Da der König von Böhmen ihnen ,uff diese zit nit hülf oder schirm düt4, habe Gerhard den Johann von Befort zum König von Frankreich geschickt, um Hilfe gegen die Burgundischen einzuwerben. Auf burgundischer Seite stehend nennt Schaub die Städte Luxemburg und Dieden- hofen und ,andere stette und sloß4, von der Ritterschaft die Herren von Manderscheid, Virneburg, Summeroß, Fels, Burscheid, Filtern, Hürden ,und ander ritter und knechf. Die im Land herrschende Unsicherheit kennzeichnet seine Bemerkung über Bernhard von Orley, der von Luxemburg aus mit 200 oder 300 Pferden täglich ausritte und ,was in be- 107 Druck in Publ. Lux. 35 (1881) S. 23f. Nr. 48. 108 Schreiben vom 30.11.1477 (Druck bei Münch, Ernst: Die Fürstinnen des Hauses Burgund-Oesterreich in den Niederlanden, 1. Abteilung: Margarethe von York, Maria von Burgund, Leipzig 1832, Bd. 2, S. 554-557). 109 Publ. Lux. 35 (1881) S. 36f. Nr. 85. 110 Schneider: larrraine et Bourgogne (wie Anm. 103) Nr. 81 A note 3, Schneider: „Georges de Bade“ (wie Anm. 94) S. 328f. 111 Schneider: „Georges de Bade“ (wie Anm. 94) S. 330. 112 Bericht vom 19.04.1478 ediert von Mone in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 16 (1864) S. 74ff. 113 ,sweher‘ (mhd.) kann Schwiegervater, Schwiegersohn und Schwager bedeuten. Tatsächlich Schwierger- sohn, zweiter Gatte der Elisabeth von Rodemachern. 1,4 Namentlich nennt er: Philipp von Sierck, Dompropst zu Trier, Ludwig von der Mark, Herr zu Roche- fort und Neufchäteau (,welschen Nuwenburg1), Erhard von der Mark, Graf zu Monraguy, die beiden Herren von Finstingen, Ludwig von der Mark, Herr zu Herbermont, Jakob, Herr zu Reineck und Bruch, Heinrich Vogt zu Hunolstein, Johann, Herr zu Kriechingen, johann, Herr zu Befort, Damm von Mal- berg, Herr zu Ouren, Wilhelm, Herr zu Pütdingen, Dietrich von Filtern/Autel, Herr zu Hollenfels, Gerhard, Herr zu Wiltz, Godehart Herr zu Vels, Bernhard, Herr zu Burschyt, Karl von Monerial, Herr zu Molburg/Malberg, Dietrich von Brandenburg, Herr zu Stoltzenberg und zu Asenbruch, Johann, Herr zu Schiveltz, Johann und Wilhelm von Moburg, Herren zu Summeray, Heinrich von Hunwil, Herr zu Mommayl, Schlitz, Herr zu Körich, Wirich von Püttlingen, Gerhard von Kempenich, Jerge Vogt. Atten zählt zur ,böhmischen Partei1 auch die Herren von Falkenstein und Bettingen, allerdings nicht als sehr aktiv, eher als Mitläufer. Angaben anderer Quellen zur Opposition gegen Maria und Maximilian: Publ. Lux. 35 (1881) S. 41 Nr. 100, Jean d’Auteil bis Spätjahr 1478 (vgl. Anm. 122). 115 Vgl. Anm. 124. 171