Sankt Walburg in Eichstätt:^1 didaktische Merkbilder, die das Schriftmedium gleichberech¬ tigt ins Bildmedium integrieren und formal, wie z.B. der zweifarbig abgesetzte Rahmen zeigt, hochmittelalterliche Vorbilder, die möglicherweise im Besitz des Klosters waren, imitieren. Die mystische Erfahrung wird, wie es scheint, direkt und ohne den ästhetischen Filter des ,Kunstanspruchs£ ins Bild umgesetzt, wie ein heute im Kölner Schnütgen- Museum aufbewahrtes, einer Handschrift entnommenes Einzelblatt51 52 (Abb.13. V) nahe legt. Obwohl handwerklich wie gar künstlerisch äußerst bescheiden, zeugt es doch von ei¬ ner unmittelbaren Ausdruckskraft, die das Mitleiden am Leiden Christi geradezu körper¬ lich vermittelt. Abb. 13: Einzelblatt einer Kreuzigung. Köln, Schnütgen-Museum, Inv.-Nr. M 340 51 Eichstätt, St. Walburg, germ. 7. 52 Köln, Schnütgen-Museum, Inv.Nr. M. 340. 40