zwischen schon längst überholte Stilprinzipien sich länger hielten als sonst wo und immer weiter tradiert wurden, wie etwa eine von Gertrud Buchei 1497 gemalte Fleuronnee- Initiale zur Benediktinerrege] " zeigt, die stilistisch ihrer Entstehungszeit um gut ein Jahr¬ hundert hinterher hinkt. Abb. 12: Einzelblatt mit einer Symbolischen Kreuzigung. Eichstätt, St. Walburg, germ. 7 Andererseits entstand in diesem Kontext eine Fülle von stilistisch zwar höchst naiv und zuweilen ungelenk anmutenden Illustrationen, die jedoch durch ihre außergewöhnlich ei¬ genständige ikonographische Erfindung bestechen, häufig mystische Schaubilder in der Tradition von Seuses ,Exemplar' wie z.B. eine symbolische Kreuzigung (Abb. 12) aus 50 Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ, quart. 555, 8r. Siehe dazu Ham¬ burger, Jeffrey F.: Nuns as Artists. The Visual Culture of a Medieval Convent, Berkeley / Los Angeles / Lon¬ don 1997, S. 209f., Abb. 117. 39