den des 14. Jahrhunderts, wie jener des Peter Suchenwirth auf Kaiserin Margaretha (f 1356), der Gattin Ludwigs des Bayern. Bewusst hat der Band seine Themenfelder in diesem komparatistischen Versuch zu ei¬ nem außerordentlich komplexen und vielgestaltigen Problemkreis mittels theoriegeleiteter, jedoch zugleich empirisch ,gesättigter4 Reflexionen und ganz besonders mittels exemplari¬ scher Fallstudien bestellt, in denen die je spezitische Durchdringung von künstlerischer, literarischer, mäzenatischer oder auch nur rezeptiver Praxis und Mentalität bei einzelnen Gestalten und die Dependenz von Überlieferungsbeständen (z.B. Bibliotheken, Samm¬ lungen) und vom historischen Kontext deutlich wird. Es versteht sich fast von selbst und hat sich bestätigt, dass sich der gewählte Ansatz einer Untersuchung der Interferenzen von „Herrschaft und Kunst“ bei weiblichen Adligen und Fürstinnen des späten Mittelal¬ ters und der frühen Neuzeit nur in einer europäischen Entfaltung (hier mit Schwerpunk¬ ten in Deutschland und Frankreich) bewähren kann. Dass dieser Band3, als würdiger, weiterführender Nachfolger des ersten Elisabeth- Bandes von 2002 zustande kam, ist ganz intensiv neben den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Sabine Schu, Ruth Kunz, Peter Gluting, Sabine Narr, Hannah Steurer) der Unterstützung durch das Wissenschaftsministerium und die Staatskanzlei des Saarlan¬ des sowie durch die Union Stiftung Saar zu verdanken. Zugleich danken wir der ,Kom¬ mission für ,Saarländische Landesgeschichte4 und ihrer Vorsitzenden Frau Prof. Dr. Bri¬ gitte Kasten für stetige Unterstützung und die Aufnahme in die Reihe der Veröffentli¬ chungen der Kommission, in der schon der erste Elisabeth-Band publiziert wurde. Saarbrücken, im März 2013 Wolfgang Haubrichs Patricia Oster 3 Einige Beiträge sind in teilweise anderer Form bereits im Heft 159 „Fürstliche Frauentexte“ der LiLi (Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik) veröffentlich worden. Der Band geht im Kern auf ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Saarbrücker Kolloquium (2006) zurück. 15