seines Rücktritts als Generalsekretär des Frankfurter Instituts hat er zum Jahresausklang 1934 gleichsam erzwingen müssen,* 16 so wenig schien dies vom Nachlassen der Arbeits- und Ausstrahlungskraft1 her geboten. Der Vorsitz im Gesamtverein war dem rüstigen Mitt- sechziger 1925 wie eine reife Frucht zugefallen.18 Im Vergleich damit war Willy Hoppe als Landeshistoriker wissenschaftlich nicht besonders hervorgetreten und besaß auch kaum überregionalen oder gar internationalen Ruf, aber ein NSDAP-Parteibuch vom Januar 1932 imd galt deshalb als Alt-Nationalsozialist.19 Hoppe warb damals in Vorträgen für "die Führerpersönlichkeit in der deutschen Geschichte"20 imd realisierte in seiner Person gar Wolframs Ankündigung für seine Eröffnungsrede zur Königs¬ berger Gesamtvereinsversammlung, er wolle "auf die nationalsozialistische Aufgabe des Gesamtvereins" hinweisen.21 Hoppe machte zudem bald Schattenkamere als Abwickler von Hermann Onckens Historischer Reichskommission 1935, um für Walter Franks "Reichs¬ institut für Geschichte des neuen Deutschland" Platz zu machen,22 sowie als mehrjähriger Berliner Universitätsrektor von Ende 193723 bis 194224, nachdem seit 1936 lediglich das Prorektorat für ihn realisiert worden war:25 ohne vorher Rektor gewesen zu sein. Dass Hoppe den bisherigen Redaktor und Schriftführer in seiner Stellung beließ, spricht für dessen unaufdringliche Effizienz; dass Meyer auch imter einem >zeitgemäßen< Vorsitzenden weiter Dienst tat - und in Berlin sollten sich ja beide auf anderer Ebene wieder begegnen, als Hoppe gleichsam Deutschlands oberster Hochschullehrer war26 ist wohl nur mit gewissen mediävistischen Qualifikationen des mehrere Jahre älteren Vorgesetzten zu erklären,27 nicht zuletzt mit seinem bescheidenen, aber nicht uninteressanten Karrierebeginn als Bib¬ liothekar des Berliner "Historischen Seminars und [1912-1913] der Monumenta Germaniae in Jena; Schwander (Anm. 12), S. VII. 16 Bericht über die Tätigkeit des Wissenschaftlichen Instituts der Elsaß-Lothringer im Reich an der Universität Frankfurt vom 1. April 1935 bis 31. März 1936, in: Elsaß-Lothringisches Jb. 15 (1936), S. 237-247, hier S. 238. 17 Vgl. Wentzcke (Anm. 14), S. 7ff. 18 Vgl. ebd.,S. 35. 19 Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. II, 1994, S. 439; ders., Walter Frank imd sein Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands. Stuttgart 1966 (= Quellen imd Darstellungen zur Zeitgeschichte; 13), S. 242. 20 Unter diesem Titel auch gedruckt: Berlin 1934 (= Schriften der Deutschen Hochschule für Politik; 2) [24 S. in 8']. 21 Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. I, S. 104. 22 Heiber, Frank (Anm. 19), S. 241-245; Karen Schönwälder, Historiker und Politik. Ge¬ schichtswissenschaft im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main u.a 1992 (= Historische Studien; 9), S. 82f. 23 Einsetzung 1.12.1937: Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. II, S. 443. Dagegen "seit 1938": Eugen Meyer, Die mittelalterliche Geschichte an der Berliner Universität während der letzten hundert Jahre, in: Studium Berolinense. Gedenkschrift der Westdeutschen Rektoren¬ konferenz imd der Freien Universität Berlin zur 150. Wiederkehr des Gründungsjahres der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlm. Berlin 1960, S. 625-647, liier S. 646. 24 Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. II, S. 449ff. 25 Meyer (Anm. 23), S. 645f. 26 So Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. I, S. 104 - ohne zeitgenössischen Beleg. 27 Willy Hoppe, Kloster Zinna. Ein Beitrag zur Geschichte des ostdeutschen Koloniallandes und des Cistercienserordens. München 1914 (= Veröffentlichungen des Vereins für Ge¬ schichte der Mark Brandenburg) [XIV + 275 S. mit 2 farbigen Karten]; ders., Lenzen. Aus 1000 Jahren einer märkischen Stadt 929-1929. Lenzen 1929 [180 S. + 1 Taf], Heiber (Anm. 12), T. 2, Bd. II, S. 439 fixiert Hoppes Geburtsjahr für 1884, dagegen Meyer (Anm. 23), S. 645 auf 1888, vielleicht auf der Grundlage von Hany Bresslau, Geschichte der Monumenta Germaniae histonca [!] (= NA 42, 1921), S. 734: geboren am 13.2.1888 in Berlin. 25