EXKURS Räte und Amtleute der Gräfin Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. Amtmänner zu Saarbrücken. Johann Fust von Diebach gen. Knebel, am 08.11.1411 erstmals als Amt¬ mann genannt (LA SB Best. N-Sbr.II Nr. 5281 fol. 1), hat unter Graf Philipp dieses Amt durchgehend inne (HHStA Wiesbaden Abt. 121 Urk. v. 4.08.1416 u. Abt. 130 Nr. 105, 140, 148 u. I II G 2 b Nr. 1, LA SB Best. N-Sbr.II Nr. 168, 204, 838, 1245, 2325 S. 19 f., 2443 fol. 324-326, 3109 fol. 1, 5554, 5834 fol. 1, AD Moselle Versement Coblence Nr. 47, AM Metz AA 25, 52-55 u. 82, Paris BN Coli. Lorr. Bd. 47 f. 18, Johannes Mötsch: Regesten des Archivs der Grafen von Sponheim 1065-1437, Teil 3 Koblenz 1989, Nr. 3501). Im Juli und August 1427 korrespondiert er von Commercy aus als gouvemour pour hault et puissant Sei¬ gneur mons. le conte de Nasowen et de Sarebruche en la contey dudit Sarbruche oder gouvemeur.... au lieu de Commercey (LA SB Best. N-Sbr.II Nr. 2361 S. 3, 7, 9 u.ll und 3044 S. 10 ff., 75). Am 16.05.1430 erscheint er als Unterhändler in einem Vergleich zwischen Elisabeths ältestem Sohn Philipp und Margarethe, der Witwe des Grafen Adolf von Nassau (HHStA Wiesba¬ den Abt. 137 Nr. 111). Gouvemeur de Sairebruche nennt Elisabeth ihn am 24.08.1431 (LA SB Best. N-Sbr.II Nr. 205), im selben Jahr „oberster Amtmann der Grafen Philipp und Jo¬ hann von Nassau-Saarbrücken in den Herrschaften Kirchheim, Stauf und Dannenfels“ (HHStA Wiesbaden Abt. 168a Nr. 93), dieselbe Titulierung rückblickend verwendet am 10.08.1433 (LA SB Best. N-Sbr.II Nr. 1489), 1432 wieder Amtmann zu Saarbrücken (Varsberg-Korrespondenz Nr. 4, 5 u. 23). Im August 1433 erscheint Konrad Kolb von Geispolzheim als Amtmann zu Saarbrücken (siehe unten), Johann Fust begegnet weiter¬ hin in Elisabeths Diensten ohne Erwähnung einer Amtsbezeichnung (LA SB Best. N-Sbr. II Nr. 1493, HHStA Wiesbaden Abt. 130 Nr. 162). Am 24.03.1433 beabsichtigt sie, ihn zum Bischof von Metz zu schicken (LA SB Best. N-Sbr. II Nr. 3112 fol. 26.), am 17.12.1433 steht er unter ihren frunden an erster Stelle, vor Amtmann und Schultheiß (ebd. Nr. 1162). Am 01.04.1435 stellt sie ihn als Bürgen und nennt ihn ihren „Amtmann“ (HHStA Wiesbaden Abt. 130 Nr. 136). Am 07.06.1436 quittiert er eine aus der Zeit des Grafen Philipp rückständige Kornlieferung (LA SB Best. N-Sbr. II Nr. 177) und am 21.12.1436 die Zahlung von ratsgeld. Am 24.02.1438 bekennt Elisabeth, ihm 1080 rh.fl. zu schulden (HHStA Wiesbaden Abt. 130 Nr. 158), Er war Inhaber eines Burglehens, zu dem das Burghaus des f Amtmannes Heinrich von Bubenheim in der Saarbrücker Burg gehörte (HHStA Wiesbaden Abt. 121 Urk. von 02.06.1442). Es siegelte noch den Vertrag Elisabeths mit ihren Söhnen vom 30.01.1439 (vgl. S. 102f), im Dezember desselben Jahres war seine Frau Anna Rodellweynen von Stromberg bereits in zweiter Ehe vermählt mit Friedrich Keßler von Sarmstein. Sie bekennt von Elisabeth für alle Rückstände und Ver¬ luste ihres ersten Mannes als Amtmann und Diener des Grafen Philipp und Elisabeths bezahlt und entschädigt zu sein. Eine Summe wird nicht genannt. (LA SB Best. N-Sbr. II Nr. 2443 S. 984-988). 146