Berufsbiographische Kurz portraits Bonatz, Paul (1877-1951), in Lothringen geboren, Studium in Stuttgart und München, Schüler von Theodor Fischer, erste Aufträge in Straßburg, nach 1914 in Stuttgart, später Auf¬ träge in zahlreichen europäischen Ländern. Hauptwerk Stuttgarter Hauptbahnhof (1914-22), das durch seine modernen und ausdrucksstarken Formen und Dimensionen beeindruckt. Danis, Robert (1879-1949), Schüler von Deglane an der Ecole des Beaux-Arts, leitender Archi¬ tekt der französischen Denkmalpflege, wirkte nach 1919 in Straßburg, gründete 1945 eine staatliche Abteilung für Architektur. Docker, Richard (1894-1968), nach 1917 Studium der Architektur an der TH Stuttgart, 1921 Mitarbeiter von Paul Bonatz, 1927 zwei Bauten in der Weißenhofsiedlung, ab 1941 Ar¬ chitekt in der Westmark, Entwicklung von Normen für das ländliche Bauen (WAW- Norm), Lehrstuhl an der TH Stuttgart für Städtebau und Entwerfen, Leiter der Archi¬ tekturabteilung 1947-1958. Hanning Gérald (1919-1980), Ecole des Beaux-Arts, 1937-45 Mitarbeiter bei Le Corbusier, Planung für St. Dié, nach 1945 beteiligt an der Wiederaufbauplanung für Mainz. Hoss, Walther (geb. 1900), Schüler von Paul Bonatz und Paul Schmitthenner, 1928-41 Archi¬ tekturlehrer an der Stuttgarter Staatsbauschule, 1941-44 Dienstverpflichtung als Lei¬ tender Architekt für den Wiederaufbau in der Westmark, enge Zusammenarbeit mit Richard Docker, ab 1947 Leiter des Wiederaufbauamtes der Stadt Stuttgart, 1948 Generalbebauungsplan. Expert, Roger-Henri (1882-1955), Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Bordeaux, nach 1925 Professor an der Ecole Nationale des Beaux-Arts in Paris, Sieger in zahlreichen Wettbewerben, Ausführung bedeutender öffentlicher Bauten, 1930-51 Bauberatung in Bordeaux, 1954 Institut de France. Guevreldan, Gabriel (1900-1970), nach 1918 Mitarbeiter von Rob Mallet-Stevens, zahlreiche Bauten in Wien, 1932 Beteiligung an der Österreichischen Werkbund-Ausstellung, Re¬ präsentant des zeitgenössischen internationalen Stils. Herbst, René (1891-1982), Gründungsmitglied der Union des Artistes Modernes (UAM), enga¬ gierte sich vor allem für den Einsatz von Stahl als Werkstoff, Mitwirkung an Ausstel¬ lungen für das Metall- und Eisengewerbe. 1946 Präsident der UAM. de Jaeger, Albert (geb. 1908), Bildhauer, Studium an der Ecole des Beaux-Arts de Tourcoing, 1935 Prix de Rome, 1944-49 künstlerischer Berater für den kommandierenden General in der französischen Besatzungszone, dort 1945-50 Generalsekretär des Hohen Rats für Architektur und Städtebau. Kreis, Wilhelm (1873-1955), 1904 Professor an der Kunsthochschule Dresden, 1920 Düsseldor¬ fer Akademie, 1926-33 Präsident des Bundes Deutscher Architekten, 1943-45 Präsi¬ dent der Reichskammer der bildenden Künste, zahlreiche Entwürfe für Ehrenmale. Lefèvre, Pierre (geb. 1903), Schüler der Ecole Nationale des Arts Décoratifs, Bürochef von Pingusson, seit 1946 einer der führenden Vertreter des französischen Städtebaus an der Saar, Gestaltung von Universitäts- und Schulbauten in Saarbrücken und Lothrin¬ gen, leitender Architekt in verschiedenen Saarkreisen. Lods, Marcel (1891-1978), Studium an der Ecole Nationale des Beaux-Arts, Errichtung zahl¬ reicher öffentlicher Bauten, von 1946-48 Leitung der Wiederaufbauplanung in Mainz, zahlreiche Projekte zur Förderung der Fertigbauweise mit metallenen Elementen. 335